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Amazon gibt Preisparität europaweit auf
Sonstiges 27.11.2013
Sonstiges 27.11.2013

Bundeskartellamt stellt Verfahren ein Amazon gibt Preisparität europaweit auf

Amazon hat nachgegeben - und das Bundeskartellamt im Gegenzug sein Verfahren eingestellt. Damit hat der Konzern die Klausel zur Preisparität endgültig abgeschafft und wird diese in Deutschland auch nicht mehr einführen. Bislang durften Händler, die auf Amazon verkaufen, ihre Produkte auf keiner anderen Plattform günstiger anbieten.

Das Bundeskartellamt hatte Amazon vorgeworfen, den Wettbewerb zu verhindern. Grund war eine Klausel zur Preisparität. Diese schrieb Händlern, die auf Amazon.de verkaufen, vor, ihre Ware auf keiner anderen Plattform zu niedrigeren Preisen zu vertreiben.

Das Verfahren zog sich bereits eine Weile hin. Im August 2013 hatte Amazon die Abschaffung der Klausel angekündigt. Im Oktober 2013 hatte das Bundeskartellamt mit einer Verfügung gedroht, sollten die Geschäftsbedingungen nicht geändert werden. Inzwischen hat der US-Konzern die Bedingungen erfüllt und sowohl die Preisparität aus den Vertragsbedingungen aller Händler rechtlich verbindlich gestrichen als auch diese darüber informiert.

"Amazon ist der größte Online-Händler und steht mit den Marketplace-Händlern in einem unmittelbaren Wettbewerbsverhältnis. Preisvorgaben an die eigenen Wettbewerber sind unter keinen Umständen zu rechtfertigen - auch nicht mit den unbestreitbaren Vorteilen eines Online-Marktplatzes", so Kartellamts-Präsident Andreas Mundt.

Durch eine Kooperation mit der britischen Wettbewerbsbehörde im Rahmen des Netzwerks der Europäischen Wettbewerbsbehörden hat der Online-Händler die Preisparität EU-weit aufgegeben. Amazon erwirtschaftet in Deutschland rund 40 Prozent der Umsätze auf seinem Marktplatz.

Für Amazon läuft gerade die wichtigste Woche des Jahres, denn das Unternehmen hat vergangenen Samstag seine Cyber-Monday-Aktion gestartet. An acht aufeinanderfolgenden Tagen werden alle 15 Minuten zwischen 9:00 und 21:00 Uhr neue Schnäppchen mit bis zu 50 Prozent Rabatt angeboten - für jeweils maximal zwei Stunden. Der letzte Deal endet damit jeweils um 23 Uhr. Ansonsten gilt: Solange Vorrat reicht. Insgesamt sind mehr als eine Million Produkte in gut 3.500 Blitzangeboten aus den Kategorien Elektronik bis Sport zu haben.

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