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Sonstiges 20.02.2013
Sonstiges 20.02.2013

Neuer Ärger für Online-Handelsriesen Amazon im Visier des Bundeskartellamts

Der Februar 2013 wird Amazon wohl noch länger im Gedächtnis bleiben. Nach dem Leiharbeiter-Skandal droht dem Internetriesen nun vom Bundeskartellamt Ärger. Die Behörde verdächtigt den Konzern, den freien Wettbewerb zwischen verschiedenen Marktplätzen im Internet zu behindern.

Es nimmt kein Ende. Schlechte Arbeitsbedingungen für Leiharbeiter, Betrüger auf Amazons Marketplace und nun auch noch das: Wie das Handelsblatt berichtet, ist Amazon nun ins Visier des Bundeskartellamts geraten. Die Behörde überprüft offenbar gerade die Klauseln von Amazon für Drittanbieter, also Händler, die über die Online-Plattform ihre Produkte verkaufen.

Der Vorwurf: Diese Klausel untersage den Händlern, Produkte, die sie auf Amazon anbieten, auf anderen Online-Plattformen wie eBay oder den eigenen Internetseiten günstiger zu verkaufen als bei Amazon. Diese sogenannte "Preisparitätsklausel" würde gegen das allgemeine Kartellverbot verstoßen. Kurz: Amazon soll den freien Wettbewerb behindern. Denn: Mit der Preisparitätsklausel bestehe die Gefahr, dass Verkäufer auf neuen Online-Marktplätzen "günstigere Konditionen nicht auch in einen günstigeren Preis für den Endkunden einfließen lassen können", so das Bundeskartellamt. Das würde es für den neuen Marktplätze schwierig machen, "neben Amazon eine hohe Reichweite zu erlangen".

Um der Sache auf den Grund zu gehen, soll die Wettbewerbsbehörde nun eine Internetbefragung von 2400 Händlern starten, die über Amazon ihre Produkte anbieten. Sollte sich der Verdacht durch die Ermittlungen bestätigen, könne Amazon verpflichtet werden, seine Preisparitätsklausel aus seinen Geschäftsbedingungen zu streichen.

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