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Sonstiges 15.11.2013
Sonstiges 15.11.2013

Die E-Commerce-Trends des Tages - 15.11.2013 Amazon eckt wegen Weihnachtsgeldzahlungen bei Verdi an

Erstmals in seiner Unternehmensgeschichte zahlt Amazon zumindest einem Teil seiner Mitarbeiter ein Weihnachtsgeld. Das verbucht die Gewerkschaft Verdi als Erfolg der Streiks. Doch gerecht gehe immer noch anders, mosern die Genossen. Außerdem in den E-Commerce-Trends: Getgoods ist insolvent, Otto hat besseren Service als Amazon und Lesara will erster erfolgreicher Online-Discounter werden.

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- NEWS -

Amazon kann es Verdi offenbar nicht recht machen. Jetzt bemängelt die Gewerkschaft die Weihnachtsgeldszahlungen, die der E-Commerce-Riese erstmals an Mitarbeiter auszahlt. 400 bis 600 Euro brutto sollen auf die Konten fließen, allerdings nur für Versandmitarbeiter und Gruppenleiter, nicht für kaufmännische Mitarbeiter. Gerecht gehe anders, heißt es von Seiten Verdis. Mit einem Tarifvertrag würde jeder Weihnachtsgeld entsprechend seines Entgelts bekommen. >>>Heise.de

Der Elektronikversender Getgoods, Betreiber von Online-Shops wie Getgoods.de, hoh.de und handyshop.de, ist zahlungsunfähig. Rettungsversuche seien gescheitert, teilte das Unternehmen mit, da die Investoren nicht bereit waren, weiter Geld in das Unternehmen zu stecken. Der Geschäftsumfang soll in vollem Umfang fortgeführt werden. Darüber hinaus soll ein Investor gesucht werden. "Dazu gab und gibt es hoffnungsvolle Gespräche", so der Vorstandsvorsitzende Markus Rockstädt-Mies. Noch im Frühjahr wollte Getgoods die Hallen von Frist Solar in Frankfurt an der Oder übernehmen. Vor drei Wochen verkündete man die Übernahme der 004 Trading sowie deren Tochtergesellschaften Technikwelt und Vertixx, im September kaufte Getgoods den Shopping-Club Pauldirekt. >>>Internetworld.de

Lesara heißt das jüngste Baby des ehemaligen Fab.com-Managing-Directors Roman Kirsch. Unter dem Namen will Kirsch einen Online-Discounter für No-Name-Produkte aus den Bereichen Mode, Elektronik sowie Haus und Garten auf die Beine stellen. "Wir wollen der erste erfolgreiche Online-Discounter werden", so die Pläne des Gründers. Mithilfe von Big Data soll es möglich sein, das Sortiment innerhalb von fünf bis 14 Tagen dynamisch anzupassen. >>>Onlinehaendler-News.de

Die Bundesagentur für Arbeit will Hartz-IV-Empfängern auf die Schliche kommen, die über Online-Verkäufe Zusatzeinnahmen generieren. Dazu hat die Agentur die "Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die Erhebung von Daten im Internet" vorgeschlagen. Klingt in Zeiten von NSA-Spionage fast ein bisschen wie Kinderkram. >>>Focus.de

Otto bietet einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) zufolge eine höhere Servicequalität als sein Konkurrent Amazon. Auch HSE24, Bader und Plus platzierten sich vor dem E-Commerce-Riesen. Untersucht wurden das Einkaufserlebnis, die schnelle und zuverlässige Lieferung sowie der Kundenservice per Telefon und E-Mail. Otto überzeugte mit vergleichsweise umfangreichen Webinhalten und Services wie einer Rückruffunktion. Auch beim Kundenservice per Mail beantworteten die Hamburger alle Anfragen vollständig und individuell innerhalb von 24 Stunden. An der Hotline überzeugten die kurzen Wartezeiten. HSE24 gefiel den Testern aufgrund sehr guter Ergebnisse bei Lieferung und Erstattung. Bader bot im Test als einziger stets kostenfreien Versand. >>>Pressemitteilung

Der Onlineshop-Betreiber Internetstores erweitert die Geschäftsführung. Seit November ist Bernd Humke als CFO an Board. Zum 1. Dezember steigt Markus Winter als CMO in die Führungsspitze ein. >>>Textilwirtschaft.de

Unter Checkmybus.de melden sich die Hotel.de-Gründer Heinz Raufer, Torsten Sturm und Reinhard Wick zurück auf dem E-Commerce-Parkett. Nachdem Hotel.de an HRS verkauft wurde, bastelten sie an einer Suchmaschine für Fernbuslinien. >>>Deutsche-Startups.de

Ein Multishop-System auf Basis von Magento mit einem Shop für Sonnenschirme und einem für Scheibenwischer sucht einen neuen Besitzer. Die Shops werden im Dropshipping betrieben. Der Umsatz soll in diesem Jahr 320.000 Euro betragen, 14.000 Kunden stehen in der Datenbank. >>>Shopanbieter.de

- INTERNATIONAL -

Händler wie Target, Zappos und Walmart binden Pinterest ab sofort auch bei sich ein. So zeigt Zappos beispielsweise die meistgepinnten Produkte auf seiner Startseite. Möglich macht dies eine neue API, die Pinterest mit Partnern teilt. >>>CNet.com

Alibaba hat an seinem Singles Day, an dem 5,75 Milliarden US-Dollar Umsatz an nur einem einzigen Tag generiert wurden, nicht nur mit dem Verkauf von Produkten kräftig verdient, sondern auch mit dem Verkauf von Finanzdienstleistungen. Rund 1,5 Milliarden US-Dollar wurden in diesem Bereich umgesetzt. Reisen erzielten 25,8 Millionen US-Dollar Umsatz. Auch eine "Offline-to-Online"-Kampagne funktionierte gut. Hier konnten Kunden beispielsweise einen QR-Code auf Plakaten in Gap-Filialen scannen und den Rabatt dann am 11. November auf den Alibaba-Seiten Tmall und Taobao einlösen. Darüber hinaus verschickte Alibaba im Vorfeld noch digitale Rabattmarken im Wert von 50 Millionen US-Dollar. Noch am Montag wurden 60 Millionen Pakete verschickt, insgesamt sollen es 152 Millionen werden. >>>Internet Retailer

Groupon leidet unter den Änderungen bei Google Gmail. Seit der Suchmaschinenprimus eingehende E-Mails automatisch in verschiedene Postfächer einsortiert und Groupon im Fach "Promotions" landet, sanken die Öffnungsraten des Newsletters im dritten Quartal um einen zweistelligen Prozentbereich. Das sei auch mit ein Grund dafür gewesen, warum Groupon in diesem Zeitraum einen Nettoverlust von 2,6 Millionen US-Dollar einfuhr, so Groupon-Chef Eric Lefkofsky. Als Konsequenz will sich Groupon weniger abhängig von E-Mail-Marketing machen. >>>Internet Retailer

eBay hat in den USA seine Preisvorschlagsfunktion eingestellt. Damit konnten Interessenten Festpreishändlern einen Preis vorschlagen, zu dem sie das Produkt kaufen würden. Die Händler haderten mit der Funktion. Sie mache den Verkauf unnötig kompliziert, hieß es oft. In Deutschland ist das Feature allerdings noch online. >>>Onlinehaendler-News.de

"eBay Hire" heißt ein neues Projekt von eBay, über den Dienstleister ihre Services an eBay.com-Kunden vermarkten können. Seit Juli läuft ein Pilot in Großbritannien, jetzt wird der Test auf die USA ausgedehnt. Dienstleister können sich eine Profilseite anlegen, sich selbst beschreiben und ihre Services bepreisen. >>>eCommerceBytes.com

- BACKGROUND -

Couponing: Web.de eröffnet eine Premium-Gutscheinplattform für Online-Händler und Werbetreibende. Provider der Coupons ist die Rocket-Internet-Tochter CupoNation.Die Aufgabenteilung ist simpel: CupoNation liefert die Deals zu, Web.de spielt sie auf der eigens dafür eingerichteten Seite gutscheine.web.de aus. >>>Internetworld.de

Suchmaschinenmarketing: Weihnachten kann für Online-Händler eine sehr lukrative Zeit sein. Wenn Sie die Möglichkeiten von Googles Adwords-Marketing in dieser Zeit verstärkt einsetzen, werden Ihre Verkäufe kurz vor Jahresende noch mal deutlich ansteigen. Wie das gehen kann, erklärt Marketing-Spezialist Kim Weinand. >>>Internetworld.de

Web-Weihnachten: Im diesjährigen Online-Weihnachtsgeschäft wollen mehr Kunden Möbel und Haushaltswaren online ordern als Spielwaren. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Elaboratum, die 579 internet-repräsentative Webnutzer befragte. Acht Prozent der Umfrageteilnehmer wollen Lebensmittel online bestellen. >>>Pressemitteilung

Logistik: DPD will im kommenden Jahr in 30 Ballungszentren Same-Day-Delivery anbieten. Umgesetzt wird der Service von Tiramizoo, an dem DPD zu 20 Prozent beteiligt ist. //www.lebensmittelzeitung.net/news/it-logistik/protected/DPD-setzt-auf-taggleiche-Belieferung_102222.html?id=102222&&utm_source=feedly:>>>Lebensmittelzeitung.net

- ZAHL DES TAGES -

1.000.000 Produkte verkauft Amazon in seiner Cyber-Monday-Woche vom 23. bis 30. November mit Preissenkungen von bis zu 50 Prozent. Alles könne aber "blitzschnell ausverkauft sein", warnt der Onlinehändler. Im Vorjahr standen 750.0000 Produkte zum Verkauf. Laut eines Urteils vom Landgericht Berlin darf Amazon am Cyber Monday aber nur mit "Tiefstpreisen" werben, wenn die für zwei Stunden angebotenen Produkte mindestens eine halbe Stunde lang vorrätig sind. >>>Golem.de

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