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Gema und BMG schließen europaweiten Vertrag
Sonstiges 24.05.2012
Sonstiges 24.05.2012

Gema und BMG schließen europaweiten Vertrag "Leichterer Zugang für Musikdienstleister"

BMG Rights Management und die Gema schließen einen europaweiten Vertrag, mit dem die digitale Musiklizenzierung vereinfacht werden soll. Insbesondere Musikstreamingdienste könnten davon profitieren. Der Deutschlandstart des Anbieters Spotify hatte sich kürzlich wegen offenen Lizenzfragen verzögert.

Die Verwertungsgesellschaft Gema und der Musikrechteverlag BMG haben eine Vereinbarung zum europaweiten Abrechnen von Liedern im Internet beschlossen. Laut Pressemitteilung soll die Zusammenarbeit am 1. Juli 2012 beginnen. Die Kooperation setze eine EU-Empfehlung um, mit der die digitale Lizenzierung von Musik vereinfacht werden soll. Der Vertrag soll es digitalen Service-Providern ermöglichen, britische und amerikanische Songrechte über die Gema zentral für ganz Europa zu erwerben. 

Besonders für Streamingdienste, deren Nutzer ihre Musikauswahl selbst im Netz zusammenstellen, spielt die grenzüberschreitende Vereinbarung eine wichtige Rolle - früher mussten Genehmigungen für jedes Land einzeln beantragt werden.

"Der Vorteil ist ein leichterer Zugang zu unserem Repertoire für Musikdienstleister und eine vereinfachte, transparentere und schnellere Abrechnung für unsere Songtexter", begründet Hartwig Masuch, Chief Executive Officer der BMG, den Zusammenschluss. Außerdem soll die Zusammenarbeit Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle bieten.

BMG ist eine internationale Gruppe von Musikfirmen, die sich auf das Management von Musikrechten spezialisiert. Das Gemeinschaftsunternehmen des Medienkonzerns Bertelsmann vertritt die Rechte von rund einer Millionen Songs und Aufnahmen, sowie Autoren und Künstlern.

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