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Google Chrome
Sonstiges 09.11.2017
Sonstiges 09.11.2017

Neue Schutzfunktionen Google Chrome verhindert unerwünschtes Weiterleiten

shutterstock.com/Evan Lorne
shutterstock.com/Evan Lorne

Google stattet seinen hauseigenen Browser Chrome mit neuen Schutzfunktionen aus. Neben dem bereits bekannten Werbeblocker soll ein neues Feature auch unerwünschte Weiterleitungen und Overlays verhindern.

Google will die Version 64 seines Chrome Browsers schon im Januar 2018 veröffentlichen. Damit liefert der Suchmaschinenprimus seinen Nutzern einige neue Schutzfunktionen gegen unerwünschte Web-Inhalte. Wie bereits angekündigt, wird es einen Ad-Filter geben, der unerwünschte Werbeformate direkt blockiert. Daneben sollen aber auch nicht erwünschten Redirects und Overlays ein Riegel vorschieben werden.

Redirection-Test

Wird eine Redirection verhindert, bekommt der Nutzer stattdessen ein Info-Feld angezeigt. Das Bild zeigt ein entsprechendes Test-Beispiel.

bog.chormium.org

Völlig werbefrei wird der Browser jedoch nicht. Damit würde sich Google selbst das Wasser abgraben. Vielmehr geht es um inakzeptable Werbung wie die plötzliche Weiterleitung über iFrames oder ähnliches. Diese eingebetteten Webseiten initiieren oft eine Weiterleitung auf Drittanbieter-Seiten. "Wir haben herausgefunden, dass diese Weiterleitung oft zwar von den Drittanbietern gewollt ist, die eigentlichen Seiteninhaber haben dies jedoch meist überhaupt nicht im Sinn." so Ryan Schoen, Product Manager bei Google in einem Blogeintrag.

Chrome werde diese ungewollte Weiterleitung künftig erkennen und unterbinden. Stattdessen will Google den Nutzern einen Infobalken einblenden, um über den Redirection-Versuch zu informieren.

Pop-up-Fenster sollen blockiert werden

Eine weitere Schutzfunktion der neuen Chrome-Version soll Pop-up-Fenster blockieren. Dazu zählen auch solche, die den eigentlich gewünschten Inhalt in einem neuen Tab oder Fenster laden und den Werbeinhalt im Hauptfenster anzeigen.

Daneben gebe es jedoch noch zahlreiche weitere unerwünschte Werbeformate, sagt Schoen. Etwa sogenannte Overlays, also versteckte Links, die auf vermeintlichen "Schließen-" oder "Play Buttons" liegen. Doch auch diese könne Chrome künftig erkennen und eine Weiterleitung verhindern.

Chrome Einstellungen

In den experimentellen Einstellungen von Chrome lässt sich der Redirect-Blocker aktivieren.

Google bietet Seitenbetreibern an, die jeweilige Website auf unerwünschte Einbindungen zu untersuchen. Anhand des "Berichts zu irreführenden Inhalten" können Seiteninhaber feststellen, wie sie das Nutzererlebnis verbessern können. Werden unerwünschte Inhalte erkannt, hat der Betreiber 30 Tage Zeit diese zu entfernen. Wird dem nicht nachgekommen, werden in Chrome keine neuen Fenster und Tabs über die entsprechende Seite geöffnet.

Die neuen Funktionen sind derzeit noch in der Beta-Phase. Wer sie schon jetzt ausprobieren will, muss in der Adressleiste des Browsers über die Eingabe

chrome://Flags
die experimentellen Einstellungen aufrufen. Dort sucht der Nutzer anschließend per Shortcut [Strg] + [F] nach dem Eintrag
Framebusting requires same-origin or a user gesture
und setzt das Dropdown-Menu auf "Enabled". Nach einem Neustart des Browsers stehen dann die neuen Funktionen zu Verfügung.

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