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Hacker attackieren visa, mastercard + Co.
Sonstiges 09.12.2010
Sonstiges 09.12.2010

Hacker attackieren visa.com Cyberangriffe von Wikileaks-Anhängern

Hacker haben die Webseiten der Kreditkarteninstitute Mastercard und Visa angegriffen, nachdem diese alle Zahlungen an das Enthüllungsportal WikiLeaks eingestellt haben.

Die Internetpräsenz von Mastercard war für mehrere Stunden nicht erreichbar, visa.com konnte sogar erst am frühen Donnerstag Morgen wieder aufgerufen werden. Die Hackergruppe, die sich selbst "Anonymous" nennt, hatte zuvor offenbar über Twitter zu dem DDOS-Angriff gegen Visa aufgerufen.

Weitere Ziele von Hackerangriffen in Zusammenhang mit dem Enthüllungsportal waren nach Informationen von mashable bislang unter anderem die Internetseite der US-Politikerin Sarah Palin, die Schweizer Postbank Postfinance, die das Konto von Wikileaks-Sprecher Julian Assange gesperrt hatte, sowie die Webseite der schwedischen Staatsanwaltschaft, die ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet hat. Assange war am Dienstag in London festgenommen worden. Dem 39-Jährigen werden in Schweden zwei Fälle von Vergewaltigung vorgeworfen.

Wikileaks ist derzeit starker Kritik von Politik und Öffentlichkeit ausgesetzt. Nach dem Drängen des US-Senators Joe Lieberman hatte Amazon bereits in der vergangenen Woche das Hosting der Seiten beendet. Auch der Domainname-Systemanbieter EveryDNS hat seinen Service für das Portal eingestellt. Als Grund wurden zahlreiche Denial-of-Service-Attacken genannt. Wikileaks.org ist nach wie vor offline, die Seite ist jedoch unter wikileaks.ch erreichbar.

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