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Sonstiges 14.01.2019
Sonstiges 14.01.2019

Content Management Systeme Magnolia versus Adobe Experience Manager: Worauf es beim CMS ankommt

shutterstock.com/lculig
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Der Markt der Content Management Systeme (CMS) ist hart umkämpft. Magnolia CMS und der Adobe Experience Manager (AEM) zählen zu den großen CMS-Systemen. Ein Vergleich.

Von Milad Said, CMS-Consultant bei der Berliner Digitalagentur Neofonie

Der Markt der Content Management Systeme (CMS) ist hart umkämpft. Fast jedes Unternehmen ist auf diese Softwarelösungen zur Kreation und Verwaltung von Content angewiesen, daher versuchen zahlreiche Anbieter, Stakeholder von ihren Systemen zu überzeugen. Die Lösungen müssen dabei den stetig komplexer werdenden Anforderungen und Prozessen gerecht werden.

Große Unternehmen greifen dabei häufig auf Enterprise-Lösungen zurück, welche mehr leisten, als die bloße Veröffentlichung von Content auf verschiedenen Plattformen. Neben der zentralen Content-Veröffentlichung auf verschiedenen Kanälen zählen zu den Anforderungen an Unternehmen häufig auch die Anbindung an Shopsysteme, Unterstützung durch künstliche Intelligenz und Aspekte der Personalisierung.

Magnolia CMS und der Adobe Experience Manager (AEM) zählen zu den großen CMS-Systemen. Ein Vergleich.

Adobe Experience Manager

Der Adobe Experience Manager überzeugt mit seinen einfachen Benutzerinterfaces. Der Anwender hat hierbei die Wahl zwischen Touch UI und Classic UI. Vor allem Erstere punktet beim Thema "What you see is what you get", was das Erstellen von Landingpages sehr einfach macht. Grundsätzlich bietet der AEM eine ganzheitliche Lösung mit zahlreichen zusätzlichen Funktionen wie Digital-Asset-Management-Applikationen, vordefinierte Workflows oder spezifische E-Commerce-Komponenten wie Produktanzeige, Gutscheine, Warenkorb und Check-Out.

Seit der Übernahme von Magento durch Adobe dürften die Funktionen für E-Commerce in der kommenden Zeit verstärkt fokussiert werden. Vor allem große und internationale Unternehmen profitieren von der Multi Site Management-Lösung. Diese erlaubt es, dynamische Seiteninhalte mit wenigen Klicks auf andere Seiten zu übertragen, sodass der gleiche Content an unterschiedlichen Stellen ausgespielt werden kann.

Ursprungsversion und Kopien werden synchronisiert, sodass das System zuverlässig ist und eine einfache Editierung des Contents genügt, um spätere Änderungen auf allen Kanälen umzusetzen. Ein weiterer Vorteil für den AEM stellt der Zugang in die Adobe Marketing Cloud dar. Dank weiterer nützlicher Tools können etwa Reportings erstellt (Adobe Analytics), Werbung gesteuert (Adobe Media Optimizer), Cross-Channel-Kampagnen umgesetzt (Adobe Campaign) oder Zielgruppen erfasst werden (Adobe Audience Manager). Look und Feel sind über alle Funktionen hinweg sehr ähnlich, zudem kann alles über eine Oberfläche hinweg verwaltet werden. Dies trägt zum komfortablen Arbeiten bei.

Weil der Funktionsumfang beim Adobe Experience Manager sehr groß ist und jährlich um neue Anwendungsfälle erweitert wird, fallen die Lizenzkosten hier im Vergleich zu Magnolia tendenziell etwa höher aus.

Magnolia CMS

Einer der wesentlichen Vorteile von Magnolia CMS besteht in der Drittanbieterflexibilität. Durch den Fokus auf eine einfache Integration in komplexe Systemlandschaften können Unternehmen Magnolia nach dem "Best of Breed"-Verfahren mit weiteren Lösungen verknüpfen und ihre Prozesse somit individuell optimieren. Zusätzlicher Benefit ist der Ansatz von dem immer weiter an Bedeutung gewinnenden Thema "Personalisierung".

Mit spezifischen Nutzerinformationen wie Standort, Nutzungsverhalten oder demografische Daten können Inhalte personalisiert werden, um Verkaufschancen und Conversions zu steigern. Somit wird Magnolia CMS zu einer flexiblen Enterprise-Lösung, die die eigenen Funktionalitäten ständig weiterentwickelt und sich gut in bestehende Systemlandschaften integrieren lässt.

Die Oberfläche von Magnolia CMS ist grundsätzlich einfach, die Bedienung intuitiv. Das User-Interface ist touchfähig und somit auch mobil einsetzbar. Zudem ist ein Editieren der Seite im Webbrowser möglich, um eine Vorschau des Endergebnisses zu bekommen, bevor die Seite online geht. Die Lizenzkosten der Lösung variieren je nach Angebot (Open Source oder High-End-Produkt), Betriebsmodi wie der Anzahl der zugelassenen Redakteure oder den angeforderten Supportleistungen. Akademische und öffentliche Einrichtungen haben zudem den Vorteil eines Preisnachlasses.

Fazit

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die meisten Anforderungen von Unternehmen an ein Web-CMS mit entsprechender Implementierung mit jeder gängigen Lösung realisierbar sind. Der Adobe Experience Manager und Magnolia CMS stellen dabei jeweils eine ganzheitliche und einfach zu bedienende Lösung für ein effektives Content Management dar.

Wer eine All-in-One-Lösung bevorzugt, ist mit dem AEM gut beraten, obwohl das System insgesamt hochpreisiger ist als Magnolia CMS. Dieses spricht all jene an, die eine individuelle Lösung bevorzugen und sich nach dem "Best of Breed"-Verfahren orientieren. Hierbei können weitere Systeme integriert werden, die den eigenen Ansprüchen am ehesten gerecht werden.

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