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Sonstiges 14.12.2012
Sonstiges 14.12.2012

Einigung mit EU-Kommission Preislockerung für E-Books

Für alle Freunde digitaler Bücher gibt es schon ein kleines vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Die EU-Kommission hat bei Apple und vier großen Verlagen eine Lockerung der Preise für E-Books ausgehandelt. Auch Amazon-Kunden sollen von dem Abkommen profitieren.

Ein wichtiger Schritt in Richtung faire Wettbewerbsbedingungen: Die Europäische Kommission hat mit Apple und den vier internationalen Verlagen Simon & Schuster (USA), Harper Collins (USA), Hachette Livre (Frankreich) und der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (Deutschland) ein Abkommen zur Preislockerung für digitale Bücher geschlossen.

Wie die Kommission bekannt gab, verpflichtet sich die Unternehmen darin, aktuelle Verträge, bei denen die Verlage den Preis für E-Books bestimmten, aufzulösen und außerdem "Einzelhändlern unter bestimmten Auflagen die Möglichkeit zu geben, innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren Rabatte auf E-Books zu gewähren".

Die Einigung mit der Kommission dürfte vor allem den Online-Händler Amazon freuen, der auf günstige Preise setzt. Apple hatte mit den Verlagen dagegen zum Start der E-Book-Plattform für sein iPad-Tablet vor zweieinhalb Jahren ein Modell ausgehandelt, das der deutschen Buchpreisbindung sehr ähnlich war. Dabei bestimmten nur die Verlage den Preis - und zahlten dem US-Konzern die auf seiner iTunes-Plattform übliche Gebühr von 30 Prozent des Verkaufspreises. Zugleich bekam Apple damals die Garantie, immer den günstigsten Preis anbieten zu können.

Nach dem Start des iPad-Buchshops setzten die Verlage dann das Modell auch bei anderen Anbietern durch. Das erweckte bei den Wettbewerbshüter in Europa und den USA Verdacht.

Auch gegen den britischen Penguin-Verlag soll jetzt weiter ermittelt werden - er hatte anders als die Konkurrenten keine Zugeständnisse angeboten.

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