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Sonstiges 09.04.2015
Sonstiges 09.04.2015

Mobile Werbeauslieferung Smaato bringt Ad Server "SPX" auf den Markt

Shutterstock / Oleksiy_Mark
Shutterstock / Oleksiy_Mark

Smaato hat die eigene mobile Werbetechnologie weiterentwickelt. Die Auktionsplattform will mit einem kostenlosen Ad Server mehr mobile Publisher gewinnen.

Marktplätze leben von Angebot und Nachfrage. Je mehr Teilnehmer, also Anbieter und Käufer, auf einem Handelsplatz aufeinandertreffen, desto attraktiver wird dieser für alle Beteiligten. Smaato, eine Auktionsplattform für mobile Werbung, möchte weitere Publisher gewinnen und bietet ihnen einen kostenlosen Ad Server an, mit dem sie ihre gesamten Mobile-Kampagnen selbst verwalten können: sowohl ihre direkt verkauften mobilen Werbeplatzierungen als auch Kampagnen, die sie von Dritten vermarkten lassen.

Bedingung für den kostenlosen Einsatz der neuen Publisher Plattform "SPX": Die Publisher gestatten Smaato, ebenfalls auf das mobile Inventar zu bieten. "Wir haben drei Funktionen in einer Plattform vereint", erklärt Ragnar Kruse, Chief Executive Officer bei Smaato: "Publisher können mit SPX ihre direkt vermarkteten Kampagnen verwalten, ihre Kampagnen von Drittvermarktern einbinden und ihr Inventar in unsere Exchange einstellen." Mit SPX werden Display- und Rich-Media-Formate, native Ads und Video-Werbung ausgeliefert.

Smaato ist mit über 340 Ad Networks und Demand Side Plattformen verbunden, beispielsweise mit Criteo, Turn, Mediamath oder Appnexus. Von dort kommt die Nachfrage nach mobilen Werbeplätzen. In die neue Publisher Plattform SPX hat Smaato eine "Dynamic-Demand-Logik" eingebaut. Das bedeutet: Das Tool vergleicht die Preise aller Vertriebswege, die für eine Werbeplatzierung vorliegen. Den Zuschlag erhält das Gebot, das den jeweils höchsten Preis für einen mobilen Anzeigenplatz zahlt.

Wird die Werbung von der Smaato Ad Exchange vermittelt, erhält die Auktionsplattform einen Teil des Anzeigenumsatzes. Dieses Modell wird als "Revenue Share“ bezeichnet. "Wir starten bei einem 70/30-Split", sagt Kruse. 70 Prozent der Werbeeinnahmen gehen an den Publisher, 30 Prozent behält Smaato. Das Preisgefüge der Ad Exchange bewegt sich laut Kruse zwischen 20 Cent bis hin zu 20 Euro Tausend-Kontakt-Preis. Auf der Smaato Exchange werden täglich zwischen 6 und 6,5 Milliarden mobile Ad Impressions gehandelt.

Automatisierte Vermarktung

Das Hamburger Unternehmen betont, dass Publisher mit Black Lists und White Lists die Kontrolle darüber behalten, wer in ihren mobilen Apps oder auf ihren mobilen Webseiten Werbung schalten darf. Mit Black Lists werden Werbungtreibende ausgeschlossen, mit White Lists werden sie ausdrücklich zugelassen.

SPX verfügt laut Unternehmen über modernste Targeting-Optionen, benutzerfreundliches Reporting und eine leicht verständliche Benutzeroberfläche. "Mit der SPX-Plattform können App-Entwickler und Publisher ihre Vermarktung hochgradig automatisieren“, betont Kruse. Damit ein Publisher die SPX einsetzen kann und Zugang zur Smaato Exchange bekommt, muss sein Inventar transparent sein. Das heißt, die Werbekunden erfahren, wo ihre Werbung gezeigt wird. Laut Smaato werden nur solche Werbeplatzierungen zugelassen, die "brand safe" sind, die also dem Image der Marke keinen Schaden zufügen.

Eine Herausforderung im automatisierten Handel von Werbeplätzen ist, die Qualität der Webseiten sicherzustellen, auf denen die Werbung gezeigt wird. Auch die Messung, ob eine Anzeige sichtbar ist, und der Kampf gegen Betrug beschäftigen alle Anbieter von automatisierter Display-Vermarktung. "Für uns ist Traffic Quality ein wesentliches Thema", unterstreicht Kruse. Smaato könne kontrollieren, ob und wie lange eine Werbung angezeigt wurde. Seit dem Softlaunch von SPX Mitte Januar 2015 habe Smaato über 4.000 Publisher für die neue Plattform gewonnen, berichtet Kruse. 30 Prozent seien jedoch geblockt worden, weil sie den Qualitätskriterien nicht genügen.

Bis Ende des Jahres 2015 will Smaato alle Publisher auf die neue Plattform umziehen. Demnächst wird Smaato die Plattform um eine Data Management Plattform ergänzen. Dann werden Publisher in der Lage sein, ihre eigenen Nutzerdaten mit Daten von Dritten zu kombinieren, um aussagekräftigere Infos über ihre Nutzer zu liefern.

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