Global Talent Trends Report 21.02.2019, 13:35 Uhr

4 Trends für die Arbeitswelt der Zukunft

Die Arbeitswelt unterliegt einem stetigen Wandel. Welche vier Job-Trends in diesem Jahr relevant sein werden, zeigt der Global Talent Trends Report von LinkedIn.
(Quelle: shutterstock.com/Surf Ink )
Flexibles Arbeiten, Transparenz bei Gehältern, Soft Skills und ein besserer Schutz vor Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz: Diese vier Trends der Arbeitswelt von morgen werden 2019 im Fokus stehen. Zu diesem Ergebnis kommt der Global Talent Trends Report von LinkedIn.
"Die Veränderungen der Arbeitswelt sind durch unterschiedliche Faktoren getrieben: Beim flexiblen Arbeiten geht es zum Beispiel um ein wachsendes Bedürfnis nach einer selbstbestimmten Lebensgestaltung, hinzu kommen technische Entwicklungen, die Konzepte wie Remote Working überhaupt erst möglich machen. Andere Trends haben einen politischen Hintergrund: Die Debatte um Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz beispielsweise sehen wir stark durch #MeToo und andere Bewegungen getrieben. Für Arbeitgeber, die im Kampf um die besten Talente erfolgreich sein wollen, ist es wichtig, dass sie diese Trends rechtzeitig erkennen", erklärt Barbara Wittmann, Mitglied der Geschäftsleitung von LinkedIn DACH.

Trend 1: Flexibles Arbeiten ist der neue Standard

Immer mehr Arbeitnehmer suchen nach Unternehmen, die flexible Arbeitsmodelle anbieten. Viele Arbeitgeber haben diese Entwicklung erkannt und geben in ihren Gesuchen immer häufiger entsprechende Regelungen an. Seit 2016 ist ein Zuwachs von 78 Prozent an Stellenanzeigen zu verzeichnen, die flexibles Arbeiten explizit ausweisen.
87 Prozent der Personaler geben an, dass ihr Unternehmen flexible Arbeitszeiten bietet. Doch zwischen den einzelnen Branchen herrschen immer noch gravierende Unterschiede. In der Software-Branche stellen 72 Prozent der Firmen entsprechende Modelle zur Verfügung, in der Fertigungsindustrie sind es lediglich 43 Prozent.
Im Ländervergleich haben flexible Arbeitszeitmodelle für die Nordeuropäer die höchste Priorität. Hier geben 85 Prozent der Personalverantwortlichen an, dass das Angebot für die Mitarbeitergewinnung von enormer Relevanz ist. In Deutschland, den USA und Großbritannien sind 75 Prozent.

Trend 2: Gehälter werden transparent

Über Gehaltsspannenn informieren mittlerweile rund 27 Prozent der Unternehmen weltweit ihre Mitarbeiter. 22 Prozent wollen dies in den kommenden fünf Jahren wahrscheinlich machen. In Deutschland halten eine Gehaltstransparenz lediglich 34 Prozent der Personaler für wichtig.
Im internationalen Vergleich messen die Deutschen diesem Trend damit die geringste Bedeutung zu. 52 Prozent der US-amerikanischen, 50 Prozent der französischen und 50 Prozent der britischen Personaler halten das Thema für einen wichtigen Trend.

Trend 3: Neuer Fokus auf Soft Skills

80 Prozent der Befragten messen Soft Skills eine wachsende Bedeutung für den Unternehmenserfolg bei. 92 Prozent sind sogar der Meinung, dass Soft Skills eine genauso oder höher Bedeutung zukommt als Hard Skills. Kreativität, Überzeugungskraft, Teamarbeit, Flexibilität und Zeitmanagement sind Arbeitgebern besonders wichtig.

Trend 4: Besserer Schutz vor Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz

Das Problembewusstsein vieler Arbeitgeber und Arbeitnehmer für Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz nimmt zu. 80 Prozent der Personaler sagen, dass ihr Unternehmen in jüngerer Zeit Maßnahmen zur Prävention ergriffen hat. Mitarbeiter sollen sich mit diesem Thema anders auseinandersetzen als noch in den Jahren zuvor (75 Prozent).
In Indien halten 87 Prozent der Personaler die Umsetzung von Maßnahmen gegen Belästigung und Diskriminierung für einen wichtigen Trend. In Deutschland sind hingegen nur 47 Prozent, in Frankreich 54 Prozent und in Italien 57 Prozent dieser Meinung.
Methodik
Für die Umfrage wurden weltweit 5.164 Personaler mit LinkedIn-Profil im Zeitraum von 18. September bis 10. Oktober 2018 befragt. Die befragten Personen stammen aus insgesamt 35 Ländern.



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