Quartalsbericht
30.04.2020, 15:15 Uhr

Twitter verzeichnet sinkende Anzeigenerlöse

Die Corona-Krise hat dafür gesorgt, dass Twitter wieder in die roten Zahlen gerutscht ist. Zwar verzeichnete der Microblogging-Dienst im ersten Quartal eine stärkere Nutzung, aber zugleich sind die Anzeigenerlöse gesunken.
(Quelle: shutterstock.com/360b)
Twitter ist mit den Auswirkungen der Corona-Krise in die roten Zahlen gerutscht. Der Kurznachrichtendienst schloss das erste Quartal mit einem Verlust von 8,4 Millionen US-Dollar ab. Ein Jahr zuvor hatte es noch einen Gewinn von 191 Millionen US-Dollar gegeben. Der Quartalsumsatz wuchs - getragen vom Geschäft in den ersten Monaten - um drei Prozent auf 808 Millionen US-Dollar, wie Twitter am Donnerstag mitteilte. Die Firma will nun Kosten unter anderem durch einen gebremsten Personalaufbau sparen. Die Aktie fiel im vorbörslichen US-Handel um rund drei Prozent.
Twitter hatte bereits vor einem Monat gewarnt, dass die Krise zwar für eine stärkere Nutzung des Dienstes sorge - aber zugleich die Anzeigenerlöse drücke. Die Unternehmen geben in der aktuellen Situation weniger Geld für Werbung aus. Dabei sind Anzeigen im Umfeld von Tweets der Kern des Geschäftsmodells von Twitter.

Die Zahl der täglichen Nutzer

Die Zahl der täglichen Nutzer, die der Dienst mit seinen Werbeanzeigen erreichen kann, stieg binnen drei Monaten von 152 Millionen auf 166 Millionen. Twitter nennt seit einiger Zeit nur noch die Zahl der Nutzer, die vom Unternehmen Werbung angezeigt bekommen. Die Gesamtzahl der aktiven Nutzer nennt Twitter nicht mehr.
Die Krise kam für Twitter-Chef Jack Dorsey zu einer sehr ungünstigen Zeit. Er hatte erst Anfang März seinen Job durch einen Deal mit Investoren gerettet. Die Vereinbarung mit dem Finanzinvestor Elliott, der ursprünglich einen Chefwechsel anstrebte, sieht unter anderem vor, dass Twitter die Anzeigenerlöse steigern und sich einen höheren Anteil des Online-Werbemarktes sichern müsse. Jetzt will sich Twitter unter anderem auf gut funktionierende Anzeigenprodukte konzentrieren.



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