Retweets, Mentions und Co 07.11.2019, 09:53 Uhr

Twitter denkt über fundamentale Änderungen nach

Twitter will bei großen Änderungen seine Nutzer stärker einbinden. Die Diskussion wird jetzt von einem Twitter-Manager angeheizt: Der Mircoblogging-Dienst will im kommenden Jahr grundlegenden Änderungen bei der Funktionsweise von Retweets und Mentions testen.
(Quelle: shutterstock.com/360b)
Twitter könnte in Zukunft den Austausch in seinem Kurznachrichtennetzwerk grundlegend ändern. Twitters  Vizepräsident für Design und Forschung, Dantley Davis, veröffentlichte jetzt eine Liste von Funktionen, mit denen er im kommenden Jahr experimentieren wolle. Dazu gehören einige grundlegende Änderungen an der Funktionsweise von Twitter, vor allem das Retweet-Feature und die Kontrolle darüber, wer von wem in die Konversationen auf der Plattform über ein @-Mention einbezogen werden kann.
Davis betont in einem nachfolgenden Tweet, dass es zunächst keine offiziellen Änderungspläne gebe, sondern zu dem jetzigen Zeitpunkt seine in Aussicht gestellten Features lediglich mit den Nutzern diskutiert werden sollen. Priorität sei, den öffentlichen Austausch auf Twitter zu verbessern und auf dem Weg dahin von den Usern Rückmeldung zu erhalten.

Angesichts der Bemühungen von Twitter, Mobbing und Hassreden in seinem Netzwerk einzudämmen, stechen vor allem zwei der von Davis erwähnten Features hervor. Indem die Nutzer die Möglichkeit erhalten, Retweets ihrer Beiträge zu unterdrücken, könnte dazu beigetragen werden, die Verbreitung von Inhalten im gesamten Twitter-Netzwerk zu verhindern. Eine ähnliche Anti-Mobbing-Wirkung hätte auch die Möglichkeit, andere Benutzer daran zu hindern, Dritte ohne deren Erlaubnis in einem Tweet zu erwähnen. 

Bisher hatte Twitter der Verbreitung von Hassrede lediglich seinen Algorithmus entgegengesetzt, der beleidigende und belästigende Tweets ausfiltert. In Kürze tritt jedoch bei Twitter eine erste größere Änderung in Kraft: Ab 22. November 2019 sollen auf dem Netzwerk keine politischen Ads mehr eingespielt werden.



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