Meine Top-Kampagne
29.08.2018, 11:27 Uhr

Vereinte Nationen: Engel für UN-Ziele

In regelmäßigen Abständen bewerten und analysieren Experten aus der Digitalbranche exklusiv für uns aktuelle Werbekampagnen. Diese Woche kommentiert Doreen Schlicht, CMO und Human Resources bei der "Wer liefert was?" GmbH.
Die Kampagne warb für die Nachhaltigkeitsziele der UN.
(Quelle: Weischer Media)
Von Doreen Schlicht, CMO und Human Resources bei der "Wer liefert was?" GmbH
Gemeinsam mit den Vereinten Nationen startete der Vermarkter Weischer Media, Hamburg, Mitte 2018 eine Kam­pagne, um Aufmerksamkeit für die Sus­tainable Development Goals (SDG) zu schaffen. Diese Kampagne hat mir besonders gut gefallen, da sie Emotionalität mit einem wichtigen Thema verbindet und dabei auf das Individuum und auf Visualität setzt.
Bereits 2015 haben die Vereinten Nationen eine Reihe von Zielen zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Sicherung des Wohlstands für alle als Teil einer neuen Agenda für nachhaltige Entwicklung vereinbart. Jedes der 17 SDGs hat spezifische Ziele, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. Damit das gelingen kann, wurde eine Kampagne entworfen, die Außen-, Kino-, Online- und Social-Media-Maßnahmen miteinander verbindet und diese in Form sogenannter Angel Walls interpretiert. Dazu kamen Augmented Reality, Influencer Marketing und eine 700 Quadratmeter große LED-Wand zum Einsatz.
Die Kampagne wurde für einen Zeitraum von vier Wochen unter dem Hashtag #spreadyourgoals2030 ausgespielt. In Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Bonn und Nürnberg wurden Plakatflächen mit Engelsflügeln belegt. Passanten konnten sich vor den Plakaten so fotografieren lassen, dass sie wie Engel aussahen.
Die Engelsflügel ließen sich über die fotografierte Person legen, hier Schauspielerin Nilam Farooq.
(Quelle: Weischer Media)
Ebenfalls mit an Bord der Kampagne war Shazam. Jedes Plakat wurde mit einem Shazam-Code versehen. Die Teilnahme war denkbar einfach: App öffnen, Code einscannen und die Flügel fangen an zu schwingen. Diese ließen sich dann wie ein Snapchat- oder Instagram-Filter über die fotografierten Personen legen. In der App hatten die Nutzer die Möglichkeit, aus 17 Vorlagen ein Design zu wählen, das für ein bestimmtes Nachhaltigkeitsziel stand. Die Fotos konnten dann direkt aus der App auf Facebook, Instagram und Co. geteilt werden.



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