Event in der Speicherstadt 24.10.2018, 09:41 Uhr

Das war die Social Media Conference in Hamburg

Auch im siebten Jahr ihres Bestehens zeigte die Social Media Conference in Hamburg, dass für Marketers kein Weg an Facebook, Instagram und Co. vorbeiführt.
In Hamburg kamen zwei Tage lang über 300 Social Media-Profis zusammen.
(Quelle: Kate Kuklinski)
Von Dunja Koelwel
Über 50 Referenten und 34 Sessions haben die Social Media Conference 2018 in Hamburg auch im berühmt-berüchtigten siebten Jahr erneut zu einem Magnet für Social Media-Profis aus ganz Deutschland gemacht. Das Fazit der Konferenz laut Moderatorin Svenja Teichmann: "Eine überlegte Taktik, eine Analyse und Erfolgskontrolle der umgesetzten Maßnahmen sowie Qualität statt Quantität sind die Faktoren, die derzeit am ehesten den Erfolg von Social Media-Kampagnen bestimmen."
 
In der bewährten Location Empire Riverside in der Nähe der Hamburger Landungsbrücken kamen zwei Tage lang über 300 Social Media-Profis zusammen, um über Neuerungen und Weiterentwicklungen in der Branche zu diskutieren.

Der iPhone-Moment

Dass Teichmann von der Digitalagentur Crowdmedia mit der Auswahl ihrer Referenten ein gutes Händchen bewiesen hat, zeigte gleich die erste Keynote: Dirk Ploss, seit 1985 online und mittlerweile Managing Director Technologies Scouting and Advisory beim Konsumgüterhersteller Beiersdorf, traf genau die Interessen der Teilnehmer mit dem Thema "Searching for the Next Big Thing: Innovation Scouting for Corporates". Denn wie gelingt es in einem so volatilen Umfeld innovativ zu bleiben?
Seine provokante These: "Für Unternehmen wird es insbesondere dann gefährlich, wenn es ihnen vermeintlich gerade am besten geht - denn dann ist der Veränderungswille im Unternehmen am geringsten ausgeprägt." In seinem Vortrag beleuchtete er daher, wie es einem Konzern wie Beiersdorf gelingt, fortlaufend innovativ zu bleiben und einen Start-up-ähnlichen frischen Wind im Unternehmen beizubehalten. Dirk Ploss nennt diesen Moment den iPhone-Moment - das heißt, eine bekannte Sache wird disruptiv umgestaltet, so dass alle begeistert sind. Und er führte weiter aus, dass Innovation dabei nicht mit Disruption gleichzusetzen sei. "Innovation meint nur, dass das Alte besser wird, disruptiv hingegen, dass Altes komplett neu ersetzt wird", so Ploss.

2.0 hinterm Namen genügt nicht

Sven Olaf Peeck, ebenfalls von der Digitalagentur Crowdmedia, ging dann in der anschließenden Diskussionsrunde zusammen mit Inga von Göler (Good School) und Jürgen Sorg (Continental Reifen Deutschland) in medias res: Während es auf der #smc17 noch "die digitale Transformation braucht Zeit" hieß, wollte er nun wissen, was sich in einem Jahr geändert hat. Und das war laut den Diskussionsteilnehmern eine ganze Menge, auch wenn "es noch lange nicht fortschrittlich ist, wenn ein Unternehmen nun 2.0 hinter seinen Namen schreibt", so Jürgen Sorg. Strategien für die Digitalisierung gebe es dabei mittlerweile jede Menge, "aber auch eine Menge 'lausige Strategien'", so Inga von Göler. Sie plädiert daher für eine überlegte Taktik, auch wenn es schwierig sei, oft zwei Jahre voraus zu planen.
 
Nach diesen beiden sehr strategischen Gedanken wandten sich die nächsten Sprecher eher praxisnahen Themen zu. Daniel Brückner, Senior Digital Strategist von UFA, referierte beispielsweise in seinem Vortrag "Eine Heldenreise, alle Bildschirme: integriertes Audience Building bis zu Out of Home" über von der UFA umgesetzte Projekte, die einen integrierten Ansatz des digitalen Storytellings von der Entstehung bis hin zu den plattformübergreifenden Endprodukten vorstellten.



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