Neue Funktion 07.07.2016, 09:35 Uhr

"Memories": Snapchat gibt seinen wichtigsten USP auf

Wird Snapchat nun zu einem Messenger wie jeder andere auch? Der Trend-Dienst gibt sein wichtiges Wiedererkennungsmerkmal auf, das Verschwinden von Fotos und Videos. Neu hinzu kommt die Funktion "Memories".
(Quelle: Snapchat)
Snapchats Popularität entstammt vor allem einem wichtigen Feature: Dem Verschwinden von Fotos und Videos. Bislang konnten Clips oder Bilder beinahe ohne Bedenken gepostet und verschickt werden, denn diese waren nur eine bestimmte Anzahl von Sekunden beziehungsweise maximal einen Tag sichtbar und "zerstörten" sich dann von selbst. Genau diesen USP will der Hype-Messenger nun aufgeben.
 
Snapchat führt mit "Memories" eine neue Funktion ein, mit der Fotos und Videos künftig dauerhaft abgespeichert werden können. Bislang war das nur über größere technische Umwege oder via Screenshot möglich. Der User bekam allerdings eine Nachricht, sobald ein anderer Nutzer einen Screenshot von dessen Content anfertigte.

Dauerhaftes Abspeichern

Der Content kann dann in einem privaten Archiv in der Snapchat-App dauerhaft abgespeichert werden. Bilder und Co kann der User dort ordnen, bearbeiteten und später erneut mit Freunden teilen, so der Dienst auf seinem Blog.
Neu hinzu kommt damit auch eine Suchfunktion, um die Inhalte wieder zu finden. Es soll genügen, dann nur noch Begriffe wie "Hawaii" oder "Katze" einzugeben, um Fotos zu finden. Privaten Content könne man mit einem PIN-Code schützen. Bilder, die älter als einen Tag sind, werden mit einem weißen Rahmen versehen, so dass jeder weiß, dass diese nicht aktuell sind.
Memories soll in den nächsten Wochen ausgerollt werden und ist für iOS und Android verfügbar.
Snapchat reagiert mit "Memories" auf die Entwicklung, dass viele Nutzer die App auch als ihre wichtigste Kamera-Anwendung einsetzen. Zuletzt führte der Dienst die Funktion "Story" ein, in der Bilder und Videos eines Tages auf einen Blick zu sehen sind.
Wie populär Snapchat inzwischen ist, zeigen nicht nur die 150 Millionen Nutzer täglich, sondern auch folgende Zahlen: Der Instant-Message-Service soll mittlerweile mehr täglich aktive User haben als Vorreiter Twitter.




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