Disney kauft Playdom 28.07.2010, 09:48 Uhr

Bis zu 763 Millionen US-Dollar für Social-Games-Firma

Disney hat die Gerüchte vom vergangenen Freitag bestätigt: Der Unterhaltungskonzern übernimmt den Zynga-Konkurrenten Playdom. Der Kaufpreis beträgt 563 Millionen US-Dollar direkt und bis zu weitere 200 Millionen US-Dollar, wenn sich das Geschäft positiv entwickelt.
Disney kauft Playdom
Mit der Akquisition stärkt der Disney-Konzern sein Spielangebot und erhält neue Möglichkeiten, auch auf Facebook oder MySpace mit seiner Zielgruppe zu interagieren. Playdom-Spiele wie Social City, Sorority Life, Market Street und Bola ziehen monatlich rund 42 Millionen User an.
"Diese Übernahme bringt unsere Strategie voran, Kapital in stark wachsende Geschäftsbereich zu investieren, die von unseren vielen Figuren, Geschichten und Marken profitieren können", sagte Disney-Präsident und -CEO Robert A. Iger. Die junge Generation habe so die Möglichkeit, mit den Disney-Charakteren auf der Plattform ihrer Wahl in Verbindung zu treten.
Playdom-CEO John Pleasants wird Executive Vice President bei der Disney Interactive Media Group (DIMG) und General Manager von Playdom. Er berichtet an DIMG-Präsident Steve Wadsworth. "Wir haben die einmalige Gelegenheit, die Art zu verändern, wie Menschen aller Altersklasse mit ihren Freunden über unterschiedliche Endgeräte, Plattformen und geografische Grenzen hinweg miteinander spielen", sagt Pleasants. Die Unternehmenszentrale bleibt im kalifornischen Mountain View,
Disney gehörte bereits zu den Playdom-Investoren und hatte dem jungen Unternehmen erst kürzlich eine Finanzspritze in Höhe von 33 Millionen US-Dollar verpasst. Der Wert des Unternehmens war auf rund 345 Millionen US-Dollar geschätzt worden.
Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass Google zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar in den Social-Games-Anbieter Zynga investiert hat. Zyngas Spiele sollen die Basis für Google Games bilden, das noch in diesem Jahr gelauncht werden soll.
Social Gaming ist eine Goldgrube: Die Unternehmensberatung Mücke, Sturm & Company schätzt den Umsatz durch den Verkauf virtueller Güter in Spielen auf Facebook auf mindestens 680 Millionen Euro in diesem Jahr.



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