Foursquare bringt Swarm 12.05.2014, 10:23 Uhr

Die Zeit der "Mayors" ist vorbei

Nächste Woche bringt Foursquare seine App Swarm auf den Markt - und gibt jetzt eine Vorschau auf das neue Produkt. Die wichtigste Änderung: Die Herrschaft einzelner "Mayors" ist beendet.
Ein erster Vorgeschmack auf die Swarm-App von Foursquare
(Quelle: Foursquare.com )
Eigentlich war Foursquare niemals als Spiel konzipiert. Das erklärt das Unternehmen jetzt in einem Blogbeitrag, der die Nutzer der Geolocation-App auf die bevorstehenden Änderungen vorbereiten soll. Die spielerischen Elemente seien dazu da gewesen, den Nutzern die Wirkungsweise der App zu erklären.
Kein Wunder also, dass Foursquare im Vorfeld seiner Dienst-Aufsplittung und Umstellung auf Swarm bei den Spielelementen jetzt den Rotstift ansetzt. Ab sofort können also keine "Mayors" - das sind die Nutzer, die sich an einer bestimmten Location am meisten eingeloggt haben - mehr von ihrem Sockel gestoßen werden. Angesichts Millionen von Nutzern sei der Wettbewerb um die Bürgermeisterehren sinnlos geworden und die existierenden "Champions" konnten kaum abgelöst werden. Der Kampf um die Vorherrschaft an einem Check-in-Ort ist damit ausgesetzt.
Stattdessen besinnt sich Foursquare auf seine Mission, Freunde einander näher zu bringen. So wird es weiterhin das Wettbewerbselement auf Swarm geben - das Ranking findet aber im Kontext der jeweiligen Kontakte statt. Mehr Betonung soll außerdem auf den kleinen Informationshäppchen liegen, die die Check-ins einordnen. Automatisch generierte Insights wie "die vierte Woche in Folge im Fitness-Center" oder "dein erstes Treffen mit Jason seit drei Monaten" sollen in Swarm hervorgehoben werden. Und neue Badges und Stickers sollen die Aktivitäten auflockern.
Foursquare hatte Anfang Mai bekannt gegeben, seinen Dienst radikal umzubauen und aufsplitten zu wollen. Über die neue App Swarm können Freunde einander automatisiert ihren Aufenthaltsort mitteilen. Die originäre Foursquare-Anwendung soll Sommer völlig überarbeitet neu erscheinen und sich auf die Verbindung zwischen Unternehmen und Usern konzentrieren. Dank einer Finanzierungsrunde im vergangenen Dezember und mit Hilfe eines lukrativen Search-Deals mit Microsoft konnte Foursquare viel Zeit und Geld in seine Neuentwicklung stecken.

Eine Studie hat untersucht, welche Apps in den ersten drei Quartalen 2013 am meisten gewachsen sind. Dass ein Newcomer dabei abräumt, ist nicht weiter verwunderlich - wer noch klein ist, kann leicht zulegen. Aber in der Statistik zeigen auch etablierte Anwendungen, dass sie immer noch viele Nutzer gewinnen können. INTERNET WORLD Business zeigt die Top Ten.




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