Gegen Falschinformationen 16.08.2019, 10:31 Uhr

Instagram lässt Nutzer Fake News melden

Fake News sind auch bei der Foto-App Instagram immer mehr ein Thema. Die Plattform baut jetzt seine Tools zur Bekämpfung von Fehlinformationen aus, so dass User solche Nachrichten melden können.
(Quelle: shutterstock/Gil C)
Instagram ermöglicht seinen Nutzern, Beiträge zu melden, die falsche Informationen enthalten. So angezeigte Beiträge werden an ein Überprüfungsteam geschickt, das die Beiträge bei Verstoß gegen Richtlinien von den Explore- und Hashtagseiten von Instagram entfernt. 
Nutzer können Falschinformationen mit Angabe von Gründen bei Instagram anzeigen
Quelle: Instagram.com
"Ab heute können die Nutzer uns mitteilen, ob sie Beiträge auf Instagram sehen, von denen sie glauben, dass sie falsch sind", zitiert Mashable Instagram-Sprecherin Stephanie Otway. "Wir investieren in die Verhinderung von Falschinformationen in unseren Apps und planen in den kommenden Monaten weitere Updates zu veröffentlichen."
Damit geht Instagram endlich einen Schritt weiter als bisher: Das Faktencheckteam war zwar auch bereits im Dienst und nahm Falschinformationen von der Plattform, doch die Nutzer selbst hatten keine Möglichkeit, Beiträge zu melden, die ihnen als Falschnachrichten aufgefallen waren. Eine Garantie, dass jeder Beitrag, der als falsch gemeldet wird, auch an die Faktenprüfer weitergeleitet wird, gibt es jedoch auch jetzt nicht: Instagram verlässt sich auf eine Kombination von Faktoren, um zu bestimmen, ob ein gemeldeter Beitrag überhaupt zur Überprüfung weitergegeben wird.

Nicht entfernt, aber weniger sichtbar

Während Mutterunternehmen Facebook Falschnachrichten in seinem Nachrichten-Feed weiter unten platziert und damit weniger sichtbar macht, verfolgt Instagram eine andere Strategie: Die Falschnachrichten werden auf Explore- und Hashtag-Seiten entfernt. Warneinblendungen, dass es sich bei einem Beitrag um gemeldete Falschinformationen handelt, gibt es nicht. Dementsprechend bleiben also angezeigte Beiträge dennoch in den Feeds von Nutzern sichtbar, die dem Autor des Beitrags folgen. Nur für Nicht-Follower wird es durch die neue Ausblendungsstrategie schwerer, auf unerwünschte Beiträge zu stoßen.
Instagram soll in Kürze übrigens einen neuen Namenszusatz bekommen, der die Zugehörigkeit der Plattform zu Facebook deutlich macht. 



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