Facebook-Zwang bringt Datenschützer auf die Palme 14.03.2012, 13:08 Uhr

Kritik an Spotify

Spotify ist gerade erst in Deutschland gestartet. Der Musikdienst läuft quasi in Symbiose mit Facebook. Datenschützer kritisieren, dass User ohne Facebook-Konto den Dienst nicht nutzen können.
Facebook-Zwang bringt Datenschützer auf die Palme
Endlich auch in Deutschland am Start, bläst dem Musikdienst Spotify schon kurz nach Einführung der Wind entgegen: Datenschützer kritisieren, dass der Dienst nicht anonym genutzt werden kann. Dies sei eine Vorgabe des Telemediengesetzes, so Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar zur Neuen Osnabrücker Zeitung, die Spotify verletze, wenn es seinen Dienst nur Nutzern zugänglich mache, die über ein Facebook-Konto verfügen. Denn das soziale Netzwerk erlaubt keine Pseudonyme und mache damit einen inkognito Musikgenuss unmöglich.
Das werbegestützte Musik-Streaming-Angebot von Spotify ist seit vergangenen Freitag auch in Deutschland zugänglich. Spotify bietet freien Zugang zu 16 Millionen Musiktiteln. Wer keine Werbung hören will, kann für 4,99 Euro im Monat Spotify abonnieren und für 9,99 Euro pro Monat gar die Musik auf mobile Endgeräte übertragen. Soziale Netzwerker freuen sich, dass sie über die Verbindung mit Facebook ihren Kontakten automatisch anzeigen können, welche Musik sie gerade hören.



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