Lizenz-Deal 12.03.2018, 10:09 Uhr

Facebook darf Warner Music ins Netzwerk bringen 

Facebook hat eine Lizenzvereinbarung mit Warner Music unterzeichnet und damit die letzte der drei großen Plattenfirmen für sein Netzwerk gewinnen können. Nutzer können ihre Videos und Beiträge nun mit Musik personalisieren.
(Quelle: shutterstock.com/Sukharevskyy Dmytro (nevodka))
Nach Vereinbarungen mit Sony und Universal hat Facebook nun auch Warner Music im Programm: Dank eines Deals mit dem Musik-Label haben Facebooks zwei Milliarden Nutzer nun auch Zugang zu Warners Musikkatalog.
"Unsere Partnerschaft mit Facebook wird dazu beitragen, die Welt des Musik-Streamings zu entwickeln und zusätzliche Einnahmen für Künstler zu schaffen", so Ole Obermann, der Chief Digital Officer von Warner.
"Clips, die von Fans erstellt werden, sind eine der persönlichsten, sozialsten und viralsten Arten, Musik zu genießen, deren kommerzielles Potenzial weitgehend ungenutzt ist."

Musik im Netzwerk

Mit dem Deal schließt Warner zu seinen Konkurrenten Sony und Universal auf, die bereits mit Facebook Vereinbarungen getroffen haben. Während Facebook dank des Deals mehr Musik ins Netzwerk bringt - womöglich ein erster Schritt in Richtung kommerziellen Streamings - bringt die Vereinbarung auch bei Warner Geld in die Kasse, denn für die von Nutzern in Clips und Beiträgen unterlegte Musik sind Tantiemen fällig. Das gilt übrigens nicht nur für Beiträge auf Facebook, sondern auch bei Instagram, Messenger und Occulus. 
Was sich Facebook die Musikdeals kosten lässt, ist bisher noch nicht bekannt, dürfte aber in Höhe von dreistelligen Millionenbeträgen liegen.
Mit Universal hatte sich Facebook Ende Dezember 2017 geeinigt. Der Sony-Deal folgte wenige Wochen später im Januar 2018.



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