Matthias Schmid von Social Chain 07.09.2016, 08:10 Uhr

"Mehr Gelassenheit in der schnelllebigen Social-Media-Welt"

Facebook, Instagram und YouTube - auf diese Kanäle dürfen Firmen nicht mehr verzichten, meint Matthias Schmid. Ob diese Social-Media-Themen auch auf der dmexco im Fokus stehen, erklärt Deutschland-Geschäftsführer von Social Chain im Interview.
Matthias Schmid, Geschäftsführer Deutschland bei Social Chain
(Quelle: Social Chain )
Vermarkter und Mediaagentur für Social-Media-Kanäle - das verspricht Social Chain, die nach eigenen Angaben größte Influencer-Marketing-Agentur Europas. Das Unternehmen verfügt über ein Netzwerk von eigenen (Themen-) Seiten mit insgesamt über 250 Millionen Followern auf Facebook, Instagram, Twitter und Snapchat. "Wir kreieren binnen Stunden landesweite Trends und entwerfen Social-Media-Konzepte und unterstützen damit Unternehmen wie Procter und Gamble, Puma oder Huawei", betont der Geschäftsführer Deutschland, Matthias Schmid. Welche Themen in diesem Jahr bei der dmexco in Sachen Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat und Co wichtig sind, erklärt Schmid im Interview.
Ein Blick auf das Thema "Social Media Marketing" auf der dmexco: Was sind Ihrer Meinung nach wichtigsten Themen 2016?
Matthias Schmid: Vor einigen Tagen hätte ich die Frage noch anders beantwortet: Aber nun definitiv der offen ausgetragene Fight zwischen Instagram und Snapchat. Instagram Stories macht schon viel richtig, Snapchat versucht nachzulegen. Aber der Abstand wird kleiner werden. Der Vorteil für bereits existierende Brand-Kanäle ist natürlich, dass sie auf eine bestehende Abonnenten- und Follower-Basis zurückgreifen können, die in der Kommunikation entscheiden wird. 
Ein weiteres Thema ist immer noch beziehungsweise wird wieder Programmatic sein. Die Kinderschuh-Zeiten sind nun fast vorüber. Wie hat sich das Thema etabliert und wie weit sind die Brands? Wird spannend!
Wo hakt es aktuell noch im Social Media Marketing, was sind die typischen Fehler?
Schmid: Es gibt immer mehr Plattformen, und immer mehr Marken und Unternehmen meinen auf allen Kanälen präsent sein zu müssen. Darunter leidet oft die Qualität. Auch Social-Media-Kanäle, die eigentlich inzwischen zu den Basics gehören, werden immer noch stiefmütterlich behandelt und bekommen nicht die nötige Sorgfalt. 
Was sind die drei Kanäle, auf die Unternehmen nicht verzichten dürfen?
Schmid: Ganz klar: Facebook, Instagram und YouTube.

Welcher Kanal oder vermeintliche Trend ist für Sie überbewertet?
Schmid: Was meiner Meinung nach überbewertet wird, sind nicht die Neuerungen der Plattformen selbst, sondern die Reaktionen aller Personen aus dem Marketing-Umfeld. Aktuell: Ja, Instagram Stories ist spannend und neu, aber es bedeutet nicht gleichzeitig, dass Snapchat jetzt komplett verlieren wird. Am ersten Tag nach der Veröffentlichung wird der Abgesang auf Snapchat gesungen, am nächsten Tag meinen alle, Instagram Stories wird untergehen, weil nicht so viele interaktive Elemente vorhanden sind wie bei Snapchat. Etwas mehr Gelassenheit wäre selbst in der schnelllebigen Social Media Welt manchmal ganz gut. 
Gerade im Social-Media-Bereich sind Alleinstellungsmerkmale von entscheidender Bedeutung. Was sind denn Ihre USPs bei Social Chain?
Schmid: Unsere Mission ist: "Engaging a new generation with bold ideas in an ever changing landscape". Kurz: Bei uns wird nicht nur über Millenials gesprochen und wie man sie erreichen kann: Wir sind die Millenials und im Durchschnitt gerade mal 22 Jahre alt!



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