Gastbeitrag 30.05.2016, 09:10 Uhr

Wenn über Hydrauliksysteme getwittert wird: Social Media im Maschinenbau

Auch die B2B-Kommunikation besitzt ein hohes Social-Media-Potenzial, das deutlich unterschätzt wird und noch lange nicht ausgeschöpft ist - auch wenn hier die Zielgruppe um einiges eingeschränkter ist.
Auch die B2B-Kommunikation besitzt ein hohes Social-Media-Potenzial
(Quelle: Shutterstock.com/Cienpies Design)
Von Benjamin Förster, Online Marketer bei der Maxmedia
B2C-Unternehmen machen es schon lange vor: Social Media Marketing auf hohem Niveau. Modemacher und Supermarktketten bekommen durch die sozialen Netzwerke die Möglichkeit, Konsumenten und Endverbraucher direkt anzusprechen. Doch auch die B2B-Kommunikation besitzt ein hohes Social-Media-Potenzial, das deutlich unterschätzt wird und noch lange nicht ausgeschöpft ist - auch wenn hier die Zielgruppe um einiges eingeschränkter ist.
Als Exportkönig beteiligt sich die deutsche Maschinenbau-Branche aktiv am internationalen Handel und ist inzwischen abhängig von diesem Weltmarkt. Deshalb müssen jetzt auch B2B-Unternehmen einen Gang höher schalten und sich global vernetzen.
 
Bisher haben sich nur die großen Industrieunternehmen an die sozialen Netzwerke herangewagt, die kleinen stehen der Sache mit deutlich mehr Skepsis gegenüber. Die Angst vor verschwendetem Aufwand bei ausbleibendem Erfolg ist einfach zu groß. Stattdessen bleibt man dem traditionellen Marketing treu und bevorzugt Fachforen, Portale, klassische Nachrichtenkanäle, Auftritte auf Messen und Print. Dabei bietet die Verlagerung der B2B-Kommunikation in den Social-Media-Bereich einige Vorteile für ein Unternehmen.

Kommunikationskanäle und Adressbücher

Soziale Netzwerke dienen als Kommunikationskanäle, digitale Adressbücher, sind ein hilfreiches Tool zur Imagebildung, können für Social Recruiting verwendet werden, erleichtern den Kunden-Support und tragen zur Suchmaschinenoptimierung bei. Doch das sind alles allgemeine Faktoren, die auch auf jedes beliebige Online-Marketing-Konzept anderer Branchen zutreffen.
Neben diesen generellen Vorteilen gibt es aber auch gute Gründe - speziell für die Maschinenbau-Branche - in die sozialen Medien einzusteigen:
  1. Durch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und dem breitgefächerten Spektrum von globalen Kunden ist es für Maschinenbauunternehmen sehr wichtig, zu möglichst jeder Zeit erreichbar zu sein. Ein Online-Auftritt in Social Media ermöglicht einem Unternehmen beispielsweise, innerhalb kürzester Zeit auf Fragen und Nachrichten aus aller Welt zu reagieren.
  2. Besonders wenn es um komplexe technische Darstellungen von Maschinen geht, ist ein Kommunikationskanal von Vorteil, der Verkäufer und Kunden direkt verbindet. Kundenfragen können zum Beispiel viel detaillierter und umfassender beantwortet werden, wenn die Kommunikation schnell und ohne Umwege erfolgen kann.
  3. Von sozialen Medien stark unterstützte Formate wie Fotos und Videos erlauben es einem Unternehmen, komplette Maschinen beziehungsweise Details einer Maschine für den Kunden eindrucksvoll zu visualisieren. Diese Darstellungen können sowohl einen ästhetischen als auch einen anschaulichen Zweck erfüllen. Videos können Großmaschinen und deren Bedienung erklären oder ein Bild von den unterschiedlichen Einsatzorten der Produkte vermitteln. Aber auch eigene Bilder von Kunden als Antwort auf Produktvideos oder -bilder sind durch das Social Media möglich.

Fazit

Social Media ist also durchaus auch etwas für den Maschinenbau. Im Netz finden sich viele Beispiele für eine erfolgreiche B2B-Kommunikation über soziale Netzwerke, die viel positive Resonanz erhalten. Trotzdem sollte man den Aufwand eines Web-Auftrittes nicht unterschätzen, denn man benötigt neben der richtigen Strategie auch die nötigen Ressourcen. Nur wenn beides vorhanden ist, kann man mit Vollgas in die sozialen Medien starten. Denn wenn man es macht, sollte man es richtig machen.



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