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Neue Features YouTube: Großer Bildschirm, vager E-Commerce

shutterstock.com/Funstock
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Das Video-Netzwerk YouTube geht mit einer Reihe von Neuerungen in die neue Saison. Darunter auch zusätzliche Möglichkeiten zur Monetarisierung von Inhalten. Eine echte Shopping-Funktion wird dagegen nur verhalten angekündigt.

Mehr Möglichkeiten für Creators, zusätzliche Abo-Funktionen für YouTube auf dem Fernseher und erweiterte Monetarisierungsoptionen stehen im Vordergrund eines Blogposts von Neal Mohan. Der Chief Product Officer stellt darin Neuerungen vor, die zum Teil bereits in einigen Märkten getestet werden, zum Teil aber nur vage angekündigt werden.

3,5 Milliarden Shorts am Tag

In Indien wird beispielsweise ein neues Tool namens "Shorts" getestet, das dort nach YouTube-Angaben bereits auf 3,5 Milliarden Aufrufe pro Tag kommt. "Shorts" wendet sich vor allem an YouTube-Einsteiger und soll die Einstiegshürde für die Gründung eines eigenen Channels senken. In den nächsten Wochen, so verspricht Mohan, werde das Tool auch in den USA ausgerollt. Wann Europa an der Reihe ist - ungewiss.

Kostenpflichtig klatschen

Außerdem arbeitet YouTube an einer neuen Monetarisierungsfunktion namens "Applause". Zuschauer, die von einem Video begeistert sind, können über einen entsprechenden Button virtuell applaudieren - ein Pop-up-Fenster teilt ihnen dann mit, was Applaus in ihrem Land kostet. Zu den Ländern, in denen "Applause" bereits ausgerollt ist, gehören Australien, Brasilien, Indien, Japan, Südkorea, Mexiko, Neuseeland und die USA. In Europa ist die Funktion noch nicht verfügbar. Weitere Einschränkung: Kostenpflichtig klatschen kann man nur mit einem Android-Handy oder am PC-Desktop - offenbar gönnt Google Apple die Provision nicht. 

4K auf der Mattscheibe

Ausweiten will das Network seine Aktivitäten im TV-Bereich. Es scheint fast wie ein Rückblick in vergangenen Zeiten, aber seitdem immer mehr Fernsehgeräte smart werden, werden auch immer mehr YouTube-Inhalte auf dem TV-Bildschirm angesehen. Das kostenpflichtige Abo YouTube TV umfasst laut Firmenangaben über drei Millionen Kunden - und liefert zunehmend auch lineares Fernsehen nach Hause: Mehr als 85 Networks steuern Content bei. Für 2021 können YouTube-TV-Kunden eine Unterstützung des 4K-Videostandards erwarten, außerdem erlaubt ein digitaler Videorecorder den Download von YouTube-Inhalten auf den Computer und die Offline-Wiedergabe am Fernsehbildschirm.

E-Commerce wird getestet

YouTube-Shopping

So sieht im Moment die Beta-Version einer Shopping-Oberfläche für YouTube-Videos aus.

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Seltsam vage fallen dagegen die Ankündigungen des YouTube-Managers zum Thema E-Commerce aus.

Während Wettbewerber wie TikTok und Instagram ihre Social-Commerce-Funktionen immer weiter ausbauen, heißt es dazu im Blogpost: "Wir führen momentan Betatests mit einer neuen integrierten Shopping-Option durch, mit der sich Zuschauer die Glaubwürdigkeit und das Wissen vertrauenswürdiger Creators zunutze machen können, um direkt auf YouTube fundierte Kaufentscheidungen zu treffen. Wir möchten diese Option dieses Jahr noch weiter ausweiten."

Ein beigefügter Screenshot zeigt, wie das in der Praxis aussehen könnte. Doch wann Shopping über YouTube Realität wird - und wann es nach Europa kommt - verrät das Statement von Neal Mohan leider nicht.

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