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WhatsApp und Facebook

Neue AGBs WhatsApp will Nutzerdaten mit Facebook teilen

Shutterstock.com/ tanuha2001
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Verschiedene Nutzerdaten von WhatsApp sollen künftig auch Facebook zur Verfügung stehen. Mit den neuen Informationen wolle der Konzern relevantere Werbung ausspielen und effizienter gegen Spam-Nachrichten vorgehen.

Nahezu zwei Jahre nach der über 20 Milliarden US-Dollar teuren Übernahme von WhatsApp will Facebook die Dienste enger miteinander verzahnen. Künftig sollen die Telefonnummer des WhatsApp-Nutzers sowie Informationen dazu, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird, an Facebook weitergegeben werden. Bestehende WhatsApp-Mitglieder könnten diese Änderung ablehnen und den Dienst weiterhin nutzen, erklärte das Unternehmen in einem Blogeintrag.

Facebook und WhatsApp

Vorbote: In einer Beta-Version des Messengers vom Januar waren bereits erste Hinweise auf den Datenaustausch enthalten.

Patrick Pleul/Archiv

Zugleich betonte WhatsApp, dass Facebook auf keinen Fall Zugang zum Inhalt von Kurzmitteilungen bekommen werde. Mit der Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Frühjahr seien sie ohnehin nur für die beteiligten Nutzer und nicht einmal für WhatsApp selbst einsehbar.

Mit dem Abgleich der Telefonnummer solle unter anderem relevantere Werbung bei Facebook angezeigt werden, hieß es weiter. Wenn zum Beispiel ein WhatsApp-Nutzer seine Handy-Nummer auch mit Händlern geteilt habe, die Anzeigen bei Facebook schalten und dafür ihre Datenbanken hochluden, könnten ihm durch den Abgleich Angebote des Geschäfts eingeblendet werden. In den neuen Nutzungsbedingungen geht es auch um die Pläne, WhatsApp für die Kommunikation zwischen Nutzern und Unternehmen einzusetzen. Außerdem wolle der Konzern die Daten dazu nutzen, um besser gegen Spam auf WhatsApp vorzugehen.

Beta-Version deutete Datenaustausch an

Erste Hinweise auf den Datenaustausch waren bereits im Januar dieses Jahres in der Beta-Version von WhatsApp aufgetaucht. Damals hatte der Android-Entwickler Javier Santos eine versteckte Sharing-Funktion in der Messenger-App entdeckt, die sich über einen Konsolenbefehl freischalten ließ.

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