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WhatsApp auf dem Smartphone

Datenschutz US-Behörden spionieren WhatsApp-Nutzer aus

Shutterstock.com/Twin Design
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Bei einer weiträumig angesetzten Razzia gegen Terrorverdächtige in Belgien sollen US-Behörden ihren Kollegen mit abgefangenen WhatsApp-Nachrichten unter die Arme gegriffen haben.

Datenschutzleck WhatsApp : Wie die britische BBC auf ihrer Webseite berichtet, sollen US-Behörden bei einer weiträumigen Razzia in Belgien die örtliche Polizei mit abgefangenen WhatsApp-Nachrichten unterstützt haben. Insgesamt habe die Polizei bei der Aktion 16 Terrorverdächtige festgenommen. Die Festgenommenen standen im Verdacht, einen Terroranschlag in Belgien zu planen - die Hinweise hierauf haben sich jedoch nicht bestätigt.

Die Kommunikation der Verdächtigen habe über den Messenger WhatsApp stattgefunden. Trotz der seit Ende vergangenen Jahres eingeführten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung war es den US-Behörden offenbar möglich, den Nachrichtenverkehr der Terrorverdächtigen zu überwachen. Um welche US-Behörde es sich dabei genau gehandelt hat, ist unklar.

Indessen demonstriert der Fall, dass die Nachrichtenübertragung über den Messenger keinesfalls sicher vor einem fremden Zugriff durch Behörden oder Hacker ist. Dies liegt vor allem daran, dass die verwendete Verschlüsselung nicht Plattform-übergreifend verfügbar ist.

Mangelhafte Verschlüsselung bei WhatsApp

Denn derzeit ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in WhatsApp nur zwischen Android-Nutzern möglich. Wer iOS oder ein anderes mobiles System verwendet, überträgt seine Nachrichten über den unsicheren RC4-Schlüssel.

Die Messaging-App WhatsApp hat mittlerweile 800 Millionen Nutzer. Und wenn es mit dem Wachstum weiter geht wie bisher, dürfte Ende des Jahres der Milliarden-Meilenstein erreicht werden.

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