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Periscope-Konkurrent Twitter beschränkt Live-Video-Dienst Meerkat

Shutterstock.com/360b
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Rückschlag für den aufstrebenden Video-Dienst Meerkat: Twitter schneidet der App den Zugang zu wichtigen Daten ab - kurz nachdem der Kurznachrichtendienst die Meerkat-Konkurrenz Periscope gekauft hat.

Mit nur einem Klick einen Livestream starten. Diese Möglichkeit bietet der Video-Dienst Meerkat seinen Nutzern. Anschließend geht der Link zur Übertragung automatisch an alle Twitter-Abonnenten des Nutzers. Bislang. Nun hat der Kurznachrichtendienst Meerkat den Zugang auf seinen Social-Graph beschränkt, berichtet Horizont.de. Dadurch können neue Nutzer ihre Links nicht mehr so unkompliziert verbreiten wie zuvor. Für bestehende Meerkat-Anwender ändert sich nichts.

Eine Unternehmenssprecherin des 140-Zeichen-Dienstes teilte mit, dass die Beschränkungen lediglich Folge von internen Regelungen seien. Inwiefern das die vollkommene Wahrheit ist, bleibt unklar. Kurz zuvor hatte Twitter Persicope gekauft. Der Meerkat-Konkurrent soll laut Medienberichten rund 100 Millionen US-Dollar gekostet haben.

Meerkat-Co-Founder Ben Rubin zeigte sich auf Twitter enttäuscht und zuversichtlich zugleich: "Wir sind stolz ein Team zu haben, dass ein Produkt geschaffen hat, das die Leute lieben." Das Verhalten von Twitter zeige, wie wichtig Meerkat geworden ist. "Es ist nur ein kleiner Rückschlag für Meerkat - ein Produkt, das in nur acht Wochen von einer Person entwickelt worden war. Außerdem ist es ein trauriger Tag für die Twitter-Entwicklergemeinde."

Timeline aus Tweets von Ben Rubin
Twitter.com/Screenshot

Das Start-up Meerkat hatte in nur zwei Wochen 120.000 Nutzer für sich gewonnen. Bei der in Texas stattfindenden Netzkonferenz "South by Southwest" wollte das Unternehmen groß rauskommen.

Erst Mitte Februar hatte Twitter das soziale Netzwerk das Start-up Niche, geholt eine Agentur für Social-Media-Talente, für etwa 30 Millionen US-Dollar.

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