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Nachrichtenpartnerschaft von Yahoo und Twitter

Yahoo kooperiert mit Twitter und verhandelt mit Tumblr Aus Nachrichtenfeed wird Nachrichten-Tweet

Nachrichten verbreiten sich heutzutage nicht mehr wie ein Lauffeuer, sondern per Tweet. Das weiß auch Yahoo und schließt mit Twitter eine Partnerschaft, die die Kurznachrichten auf die US-Homepage von Yahoo bringt. Zudem liebäugelt der Internetkonzern damit, den Bloganbieter Tumblr zu kaufen - zu einem stolzen Preis.

Schon in den nächsten Tagen soll es mit der Integration von Tweets in den Nachrichtenfeed von Yahoo losgehen. Zunächst sind die sowohl mobil als auch über den Desktop-PC empfangbaren Kurzmitteilungsnachrichten nur für Nutzer in den USA sichtbar. Die Tweets sollen als relevante und personalisierte Einblendungen neben den Nachrichtenmeldungen erscheinen.

Yahoo erklärt die Integrationspartnerschaft mit der veränderten Medienlandschaft. "Status-Updates von Politikern, Prominenten, Medien und anderen Publishern sind zu wichtigen Quellen von Echtzeitnachrichten und allgemeinen Informationen geworden", so Yahoo-Chefin Marissa Mayer im Yodel-Blog. Dieser veränderten Nutzung der sozialen Medien wolle man mit der Einbindung von Tweets Rechnung tragen. Für die Nutzer bieten sich darüber neue Gelegenheiten, sich mit Kontakten zu verbinden und Neuigkeiten abzurufen. Das alles soll praktischerweise personalisiert werden, um für den individuellen Nutzer relevant zu sein.

Ob für die Integration der Twitter-Inhalte auf der Yahoo-Nachrichtenseite ein Obolus fällig wird, wurde bisher nicht bekannt. Da vor allem Yahoo von der Schnellaktualisierung seiner Nachrichtenseite durch die Echtzeit-Integration von Tweets profitieren dürfte, wird vermutlich Twitter eine Gebühr von dem Internetkonzern verlangen. Die Tweets für die Nachrichtenseite sollen in Zukunft auch auf andere Märkte gebracht werden.

Im Bestreben, junge Internetnutzer für Yahoo zu begeistern, hat Mayer ein Auge auf den angesagten Bloganbieter Tumblr geworfen. Sowohl eine Kooperation als als eine Übernahme seien im Gespräch, berichtet Adweek. Der Kaufpreis: eine Milliarde US-Dollar. Für Tumblr, das zwar hoch bewertet wird, aber wenig Einnahmen verbucht, wäre der Internetkonzern wegen seiner starken Vertriebsmannschaft ein attraktiver Partner.

Seit ihrem Einstieg bei Yahoo im vergangenen Sommer arbeitet Mayer an einer Personalisierung der Yahoo-Inhalte für Nutzer. Vor allem im mobilen Web sieht die Geschäftsführerin die Zukunft von Yahoo.

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