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Twitter und Elon Musk

Vor der Übernahme Musk kündigt kostenpflichtige Twitter-Accounts an

Shutterstock/Rokas Tenys
Shutterstock/Rokas Tenys

44 Milliarden US-Dollar will sich Tesla-Chef Elon Musk die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter kosten lassen. Jetzt enthüllt ein Tweet, was zur Refinanzierung beitragen könnte: kostenpflichtige Accounts für gewerbliche und staatliche Nutzer.

Um einen schrägen Spruch ist Elon Musk, der im Moment als reichster Mann der Welt gilt, selten verlegen. So twitterte er Anfang der Woche: "Der Niedergang der Freimaurer ("Freemasons") begann damit, dass sie ihre Maurerdienste umsonst ("for free") anboten."

Die Kostenlos-Kultur auf Twitter, dessen Übernahme Musk bis Ende des Jahres abgeschlossen haben will, soll nach seinen Vorstellungen indes ein Ende haben. Wörtlich twitterte er am heutigen Mittwoch, 4. Mai, um 01.19 Uhr morgens (vermutlich US-Westküsten-Zeit): "Twitter will always be free for casual users, but maybe a slight cost for commercial/government users."

Pauschal oder pro Follower?

Diese Zeile lässt reichlich Interpretationsspielraum, denn "casual" steht nicht nur für eine Nutzung in der Freizeit - also privat - sondern auch für "gelegentlich". Twitter-Accounts, die gewerblich oder von Regierungsstellen genutzt werden, könnten demnach auf jeden Fall mit einer "kleinen Gebühr" belegt werden, wobei weder bekannt ist, was sich Musk unter "klein vorstellt", noch ob die Gebühr pauschal erhoben oder in Abhängigkeit zu der Zahl der Follower berechnet werden soll. 

Letzteres könnte vor allem für Super-Promis teuer werden. So folgten beispielsweise im August 2022 dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama mehr als 131 Millionen Menschen, während es Musk selbst "nur" auf 83 Millionen Follower bringt.

"Circle" für exklusiven Empfängerkreis

Die Zahl der erreichten Follower beschränkt die Funktion "Circle", die Twitter gerade testet. Hier können Posts für einen Kreis von maximal 150 Empfänger verfasst werden. Ohne es ausgesprochen zu haben, könnte Musk auch solche Extra-Features in Zukunft kostenpflichtig machen.

Die Ankündigung Musks, den Kurznachrichtendienst Twitter für die historisch einmalige Summe von 44 Milliarden US-Dollar bis Ende des Jahres zu übernehmen, hatte für beträchtlichen Wirbel gesorgt. Um den Kaufpreis aufzubringen, hatte sich Musk von einem Teil seiner Tesla-Aktien getrennt, was den Kurs des Tesla-Papiers auf Talfahrt schickte. Musks Plan, Twitter nach der Übernahme von der Börse zu nehmen, sorgt bei der Belegschaft für Sorgen um ihre Jobs.

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