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Rezeption der Twitter-Zentrale

Twitter geht heute an die Börse Der Aktienpreis beträgt 26 US-Dollar

Rezeption der Twitter-Zentrale

Rezeption der Twitter-Zentrale

Heute startet Twitter an der Wall Street. Gestern wurde der Ausgabepreis der Aktie festgelegt. Los geht's aufs Börsenparkett mit 26 US-Dollar pro Aktie. Damit käme Twitter auf eine Bewertung von über 18 Milliarden US-Dollar.

Da hatten die Brancheninsider also Recht: Twitter hat seinen Aktienpreis nach oben angepasst. Mit 26 US-Dollar pro Aktie startet das soziale Netzwerk heute an der US-amerikanischen Börse. Das Unternehmen will insgesamt 70 Millionen Anteilsscheine ausgeben, so der Kurznachrichtendienst in einer offiziellen .

Mit den nun preislich bezifferten Aktienverkäufen will Twitter 1,82 Milliarden US-Dollar in seine Kassen spülen. Das würde die Unternehmensbewertung auf einen Wert von 18,3 Milliarden US-Dollar bringen, rechnet man die Anteilsscheine und Optionen von Twitter-Mitarbeitern mit in die Kalkulation des Unternehmenswerts ein.

Vor zwei Wochen hatte Twitter seinen Aktienpreis noch auf zwischen 17 und 20 US-Dollar beziffert. Doch die Nachfrage war riesig - und die Spanne wurde gestern auf 23 bis 25 US-Dollar festgelegt. Wie viel die Investoren am Donnerstag dann wirklich auf den Tisch legen müssen, entscheidet sich im Laufe des heutigen Tages.

Das soziale Netzwerk will insgesamt 70 Millionen Aktien unter die Anleger bringen. Damit könnte Kapital in Höhe von 1,75 Milliarden US-Dollar erhalten und mit 15 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Der Börsengang wird von den Instituten Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Chase begleitet. Den offiziellen Börsenzulassungsantrag hatte Twitter Anfang Oktober 2013 eingereicht.

Twitter ist bei Weitem noch nicht profitabel: Das Netzwerk hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 316,9 Millionen US-Dollar verzeichnet, aber gleichzeitig auch einen Verlust von 79,4 Millionen US-Dollar verbucht. Für 2013 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 600 Millionen US-Dollar. Die Plattform verbucht 215 Millionen monatliche Besucher, die täglich 500 Millionen Kurzmitteilungen in den Äther schicken.

Der Kurznachrichtendienst hat Potenzial und Facebook erstmals in der Gunst der US-amerikanischen Teenager abgelöst. Eine Studie ermittelte, dass die meisten jugendlichen Social-Media-Nutzer nunmehr den Kurznachrichtendienst dem sozialen Netzwerk vorziehen. Im Herbst 2013 bezeichneten 26 Prozent der Befragten Twitter als "wichtigstes" Netzwerk. Facebook und Instagram folgten mit jeweils 23 Prozent auf dem zweiten Platz. Erst weit dahinter kommt mit vier Prozent der Kurzblogdienst Tumblr.

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