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Snapchat

Deutschland-Chef im Interview Wie man Snapchat jetzt fürs Marketing nutzen kann

shutterstock.com/Ink Drop
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Seit der Corona-Krise wird Snapchat anders genutzt - und so intensiv wie nie zuvor. Götz Trillhaas, Managing Director DACH Snap, sagt, was dies für Werbungtreibende bedeutet. Sein Tipp: Marken sollten sich nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern Fakten liefern.

Herr Trillhaas, hat die Corona-Krise irgendwelche Auswirkungen auf die Nutzung von Snapchat? Verbringen die User dort beispielsweise jetzt mehr Zeit als vorher?

Götz Trillhaas: Da Covid-19 das Leben von Millionen Menschen auf der ganzen Welt auf den Kopf stellt, nutzen die Menschen Snapchat definitiv häufiger als zuvor, um mit ihren Freunden, Kollegen und ihrer Familie in Kontakt zu bleiben. Snapchats Anspruch ist es, enge Freunde und Familienmitglieder zusammenzubringen, auch wenn sie getrennt sind. Wir sind dankbar, dass wir als Plattform die Möglichkeit dazu haben. In den letzten Wochen sind die Engagement-Zahlen auf unserer Plattform angestiegen, wobei ein Großteil der User Snapchat für die Kommunikation mit den engsten Freunden nutzt.

In unseren aktuellsten Analysen liegen die täglich aktiven Nutzer jetzt bei 229 Millionen, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 20 Prozent bedeutet. Außerdem ist die durchschnittliche Verweildauer in der App in der letzten Märzwoche im Vergleich zur letzten Januarwoche um mehr als 20 Prozent gestiegen. Momentan erstellen User durchschnittlich über 4 Milliarden Snaps mit der Snap Camera pro Tag, um visuell zu kommunizieren. Auch zwischen Freunden verschickte Snaps erreichen momentan ein Allzeithoch. Dies übertrifft unsere alljährlichen Spitzenwerte an Weihnachten und wichtigen Feiertagen.

Wird jetzt anderer Content geteilt als noch vor der Krise?

Trillhaas:
Zunächst einmal ist Snapchat kein soziales Netzwerk sondern eine private Kommunikationsplattform. Wir respektieren die Privatsphäre der Nutzer bei der 1:1 Kommunikation und beim Austausch innerhalb von Kleingruppen. Daher sehen wir nicht, welche Nachrichten und Inhalte User untereinander austauschen und greifen auch nicht auf diese zu. Snapchat konzentriert sich schon immer darauf, Menschen bei dem Aufbau und der Pflege ihrer Freundschaften zu unterstützen. Dieses Angebot ist während der Krise von Covid-19 in Zeiten von sozialer Distanzierung noch wichtiger geworden.

 

Dennoch behalten wir immer mögliche Probleme im Auge. Wir haben eine Reihe von Funktionen zur Vorsorge eingerichtet: Zum Beispiel arbeiten wir weltweit eng mit der Weltgesundheitsorganisation zusammen, um sicherzustellen, dass Snapchatter alle aktuellen Informationen direkt von Experten erhalten. Die WHO aktualisiert regelmäßig die Informationen auf ihrem offiziellen Snapchat Konto. Zudem stehen auch wir selbst im ständigen Austausch mit der WHO, um Fragen der Snapchat Community korrekt zu beantworten.

Wir haben kreative Tools eingeführt, damit Snapchatter von Experten empfohlene Verhaltensweisen mit ihren Freunden und Familienmitgliedern teilen können. Dazu gehören ein Paket voller Sticker und ein landesweiter Filter mit Ratschlägen, was jeder tun kann, um sich und andere zu schützen. Diese Tools enthalten Informationen von der Weltgesundheitsorganisation und Links zur WHO Webseite, um sich weiter zu informieren.

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