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LinkedIn in Mountain View

Quartalszahlen Anzeigenumsatz bei LinkedIn um ein Drittel gestiegen

Shutterstock.com/Ken Wolter
Shutterstock.com/Ken Wolter

Die Umorientierung bei LinkedIn - weg von Bannerwerbung, hin zu gesponserten Inhalten - scheint sich auszuzahlen. Im ersten Quartal 2016 fuhr das Netzwerk satte Umsatzsteigerungen ein.

Guter Start ins Jahr 2016 für LinkedIn. Das Karrierenetzwerk gab jetzt die Zahlen für das erste Quartal bekannt: Der Umsatz wuchs demnach auf 861,7 Millionen US-Dollar, eine Steigerung von 35 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal betrug der Umsatz 638 Millionen US-Dollar. Analysten hatten für das jetzt abgeschlossene Quartal nur 828,5 Millionen US-Dollar erwartet. Linkedin schreibt allerdings weiter rote Zahlen, der Quartalsverlust weitete sich von 42,5 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 45,8 Millionen US-Dollar aus.

Mit seiner Betonung von Sponsoreninhalten hat LinkedIn offenbar den richtigen Riecher gehabt. Nicht nur, dass der Umsatz aus dem Anzeigen-Business 154,1 Millionen US-Dollar brachte und damit 29 Prozent im Jahresvergleich stieg, außerdem zeichnet sich damit auch ab, dass die Sponsoreninhalte ein erfolgreicheres Werbemodell sind als die herkömmliche Bannerwerbung. Gesponserte Inhalte machen mittlerweile mehr als die Hälfte (56 Prozent) von LinkedIns Werbeumsatz aus. Insgesamt erbrachten sie 86,3 Millionen US-Dollar Umsatz, eine Steigerung von 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Premium-Display-Banner dagegen trugen nur 15,4 Millionen US-Dollar zum Werbeumsatz bei; das sind 10 Prozent des Umsatzes aus Werbemaßnahmen.

Trotz dieser Erfolge ist Werbung nicht der Hauptumsatztreiber. 67 Prozent des Umsatzes kam im ersten Quartal aus den Recruitment-Angeboten des Portals. Das Werbegeschäft macht dagegen mit 18 Prozent des Gesamtumsatzes von LinkedIn nur den geringeren Teil aus. 

In seinem Finanzbericht gab das Unternehmen außerdem Einblick in die Nutzerzahlen: LinkedIn hat 106 Millionen monatlich aktive Nutzer. Fast zwei Drittel davon greifen übrigens von einem mobilen Gerät auf das Karrierenetzwerk zu (58 Prozent).

Die Anleger freuten sich über die Zahlen: Die LinkedIn-Aktie stieg nachbörslich zunächst um mehr als 13 Prozent.  

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