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Betrug auf Social Media Influencer Marketing: Jeder zweite Follower ist ein Fake

Shutterstock/Selenophile
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Die Corona-Krise hat auch das Influencer Marketing beeinflusst, Verschiebungen sind erkennbar. Was sich allerdings nicht verändert hat, ist die Betrugsrate unter den Influencern in Deutschland.

Die Corona-Pandemie hat das Influencer Marketing beeinflusst, aber nicht grundlegend verändert. Das hat erst unlängst eine Befragung der Analyse-Plattform HypeAuditor ergeben. Die Budgets wurden nicht so stark gekürzt wie das bei anderen Medien der Fall war, jedes zweite Unternehmen hat sogar mehr Geld für die Zusammenarbeit mit Influencern ausgegeben. Trotzdem sind Verschiebungen erkennbar. Die meisten Influencer fühlen sich stärker unter Druck, die Konkurrenz wird größer, da immer mehr Creator um die Aufträge buhlen, und es wird offenbar mehr gepostet als früher. Das sagen zumindest 42 Prozent.

Was sich allerdings nicht verändert hat, ist die Betrugsrate unter den Influencern in Deutschland. Nach Untersuchungen von HypeAuditor sind beispielsweise überhaupt nur 55 Prozent der Instagram-Follower echte Menschen. "Der Rest besteht aus Bots, inaktiven Accounts oder Massen-Followern", erklärt Alexander Frlov, CEO und Co-Founder von HypeAuditor. "Das bedeutet: Solche Fakefluencer können Werbungtreibende, die mit ihnen kooperieren, jedes Jahr Millionen kosten."

Auch wenn sich die Betrugsrate nicht geändert hat: die Fake-Methoden sind inzwischen andere als noch vor einigen Monaten. Beliebt war beispielsweise lange die "Follow-Unfollow-Taktik", eine vergleichsweise simple Methode. Dabei folgt der Influencer zahlreichen anderen Accounts, in der Hoffnung, dass diese ihm wenig später auch folgen. Kurz darauf "entfolgt" er sie wieder, da er die Zahl der Personen, denen er folgt, gering halten will. Das allerdings kann mühsam sein. Nach Angaben der Agentur Lucky Shareman gibt es deshalb Anbieter, die sich auf diesen Prozess spezialisiert haben und entsprechende Unterstützung leisten. Durch einen Instagram-Update wurde diese Methode jedoch inzwischen deutlich erschwert.

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