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Lush

Kosmetikmarke Lush zieht sich von Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat zurück

Lush/Screenshot
Lush/Screenshot

Dass Marken Facebook-Werbebudgets aus Protest gegen dort geltende Regeln und Missstände einfrieren, ist nichts Neues. Die Kosmetik-Brand Lush geht jetzt einen Schritt weiter und zieht sich komplett von Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat zurück.

"Da wir mit unseren Kund*innen immer in einem sicheren Umfeld in Kontakt treten möchten, machen wir ja auch keine Geschäfte in dunklen Straßenecken. Leider entwickeln sich mehrere  Social Media-Plattformen immer mehr zu Plätzen, zu deren Besuch wir unsere Kund*innen niemals ermutigen würden. Es muss sich etwas ändern!": Mit diesem Statement zieht sich die Kosmetikmarke Lush ab dem 26. November komplett von den Social-Media-Plattformen Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat zurück. Auf den Kanälen Twitter, YouTube oder LinkedIn indes bleibt Lush vertreten.

Man will den Plan so lange verfolgen, bis die genannten Plattformen ein "sicheres Umfeld für ihre Nutzer*innen" bieten. Das Unternehmen ändert seine Social Media-Richtlinien in allen 48 Ländern, in denen Lush vertreten ist. "Wir warten nicht länger, dass andere realisieren, welche realen Probleme im Social Media Bereich liegen."

Menschen scrollend ans Smartphone fesseln

Jack Constantine, CDO & Produkt-Erfinder Lush: "Als Erfinder von Badebomben setze ich alles daran, Produkte zu entwickeln, die den Menschen helfen, abzuschalten, sich zu entspannen und auf ihr Wohlbefinden zu achten. Social Media-Plattformen sind zum Gegenteil dieses Ziels geworden. Sie nutzen Algorithmen, die darauf abzielen, Menschen scrollend ans Smartphone zu fesseln und sie vom Abschalten und Entspannen abzuhalten."

Man hoffe nun, dass die Plattformen strenge Richtlinien einführen und internationale Regulierungen gesetzlich verankert werden.

Bereits 2019 hatte man in UK einen ersten Versuch gewagt und sich von Instagram und Facebook verabschiedet.

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