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Samsung übernimmt Videostreaming-Anbieter Boxee

Samsung übernimmt Videostreaming-Anbieter Boxee Mehr Know-how für den Smart TV

Samsung hat für rund 30 Millionen US-Dollar den Streaming-Anbieter Boxee übernommen. Mit dem Kauf des israelischen Start-ups will der Elektronikkonzern in die Weiterentwicklung seiner Smart TVs investieren.

Für knapp 30 Millionen US-Dollar hat der Elektronikriesen Samsung das israelische Start-up Boxee gekauft. Der Video-Streaming-Anbieter mit Sitz in Tel Aviv und New York ermöglicht es Usern über seine Set-Top-Box "Boxee Box" TV-Programme, Filme oder Musik auf das heimische Fernsehgerät zu streamen. Über die Einbindung von sozialen Netzwerken ist auch die Nutzung von Social TV möglich.

Mit der Übernahme des technischen Know-hows von Boxee will der koreanische Konzern offenbar in die Weiterentwicklung seiner Smart TVs investieren, berichtet das US-Portal Techcrunch.com. "Die Übernahme von Boxee wird uns dabei helfen, die Nutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit unserer internetfähigen Geräte weiter zu verbessern", so ein Samsung-Sprecher.

Boxee war 2010 eines der ersten Unternehmen, das Set-Top-Boxen auf den Markt brachte, verlor allerdings durch Konkurrenten wie Roku, Apple TV, und Samsung selbst zunehmend an Popularität. Auch in Deutschland war der Dienst aktiv, allerdings eher mit mäßigem Erfolg. Die Cloud-basierten Dienste von Boxee sollen angeblich am 10. Juli dieses Jahres offline gehen.

Samsung arbeitet aktuell nicht nur weiter an seinen Smart-TV-Geräten, sondern auch an anderen Internet-fähigen Geräten. So hat der Konzern kürzlich durchblicken lassen, eine eigene Smartwatch produzieren zu wollen. Damit geht der Hardwarehersteller neben Konkurrent Apple ebenfalls in die Entwicklungs-Offensive bezüglich einer Uhr-Computer-Kombination.

Die großen Video-on-Demand-Portale bekommen in Deutschland neue Konkurrenz. Hollywood-Studios wollen unter der Führung von Sony den Cloud-Service Ultraviolet im Herbst starten.

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