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Studie untersucht Nutzungsverhalten in Sozialen Netzwerken (Foto; istock/alexs)

Nutzungsverhalten in sozialen Netzwerken Jung, weiblich, Networker

Rund 40 Prozent der deutschen Internetnutzer sind regelmäßig in sozialen Netzwerken wie Facebook unterwegs. Der Anteil der Social-Media-Abstinenzler ist mit 38 Prozent allerdings fast genauso hoch.

Diese Zahlen nennt die heute veröffentlichte Studie Social Media Effects 2010 des Onlinevermarkters Tomorrow Focus Media. Die Analyse zeigt, dass die Netzwerke fest in der Hand von jüngeren Usern und Frauen sind: Mit 60 Prozent ist die Mehrheit der Nutzer sind unter 30 Jahre alt, fast 70 Prozent sind weiblich.

Social Media werden vor allem für die Kommunikation eingesetzt: Mehr als die Hälfte der Anwender (56,6 Prozent) nutzt die Netzwerke zum Versenden und Empfangen von privaten oder öffentlichen Nachrichten. Chatfunktionen verwenden 51 Prozent. Ein Drittel personalisiert seine Profilseiten durch persönliche Fotos, Videos und Notizen. Mit einer Nutzerquote von 68 Prozent ist Facebook das am meisten verwendete Netzwerk. Platz zwei belegt YouTube mit 64 Prozent, Rang drei teilen sich Schüler-VZ und Wer-kennt-wen mit jeweils 21 Prozent. Dabei erweisen sich Social-Media-Nutzer als loyal: 34 Prozent sind mindestens einmal täglich auf ihrer Lieblingsplattform aktiv.

Soziale Netzwerke gelten darüber hinaus als gutes Mittel, um Kontakt mit Freunden zu halten, 76 Prozent nannten dies als Hauptmotiv zur Nutzung der Communities. Für 69 Prozent steht außerdem der Spaß im Vordergrund. Weitere 62 Prozent gaben an, auf den Plattformen aktiv zu sein, um auf dem Laufenden zu bleiben. Die Privatsphäre spielt dabei jedoch eine wichtige Rolle. Nur jeder fünfte Befragte gab an, sein Nutzerprofil öffentlich zur Verfügung zu stellen. Zwei Drittel hingegen lassen ihre Beiträge, Fotos und Daten nur von einem bestimmten Personenkreis einsehen.

Zur Erstellung der Studie wurden im Oktober 2010 erstmalig 1.099 Personen im Online-Netzwerk von Tomorrow Focus zur Nutzung von Social-Media-Plattformen befragt. Die Erhebung soll künftig regelmäßig stattfinden.

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