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Facebook löst sich von Zynga Mehr Freiraum, mehr Eigenständigkeit

Die Entscheidung sorgte nicht nur in Börsen-Hinsicht für Aufruhr: Facebook will zum Spieleentwickler Zynga erst einmal auf Abstand gehen. Künftig sollen Games für das soziale Netzwerk in Eigenregie entwickelt werden.

Eine Partnerschaft braucht Freiraum – dachten sich wohl auch die bisher Unzertrennlichen Facebook und Zynga. Das soziale Netzwerk und der Spieleentwickler haben in einer strategischen Entscheidung eine Art "Beziehungspause" vereinbart, die allerdings auch für das Ende der Partnerschaft stehen könnte.

Künftig sollen beide Seiten mehr Eigenständigkeit bekommen. So darf Facebook Spiele nun selber entwickeln. Der "Farmville"- und "Clipville"-Schöpfer Zynga kann in Zukunft seine Spiele auch auf der eigenen Website vermarkten und muss bei seinen Spielen keine Anzeigen aus der Werbeplattform von Facebook mehr einblenden oder das Bezahlsystem des Sozialen Netzwerks nutzen, berichtet n-TV.

Welche Folgen die Entscheidung für Zynga hat, bleibt abzuwarten, bislang sanken die Aktien des Spieleentwicklers allerdings nachbörslich bereits um rund 13 Prozent. Die Facebook-Aktie hielt sich nahezu unverändert. Wie Zynga-Manager Barry Cottle erklärte, würde die Änderung des Vertrags zwischen den beiden Unternehmen Zynga nun genügend Flexibilität bieten, um seine Produkte und Services auch andernorts anzubieten.

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