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Koordinierter Spam-Angriff auf Facebook

Wie Facebook auf den Spam-Angriff reagiert Gegen die Flut von Porno- und Gewaltfotos

Javascript-Schadware war verantwortlich für den Erfolg einer Spam-Attacke auf Facebook. Mitglieder verbreiteten dabei unwissentlich mit kopierten Links Porno- und Gewaltbilder an ihre Kontakte. Inzwischen hat das Netzwerk reagiert.

"Unser Team hat schnell reagiert und den meisten Spam, der durch den Angriff verursacht wurde, beseitigt", teilte ein Facebook-Sprecher mit. "Wir haben Mechanismen entwickelt, um schnell schädliche Seiten und Konten zu schließen, die diese Schwachstelle ausnutzen wollen." Derzeit arbeiteten die Entwickler daran, die Systeme zu verbessern, um künftig bei ähnlichen Angriffen besser gerüstet zu sein. Betroffene Nutzer seien informiert worden.

Zahlreiche Nutzer waren Opfer des Spam-Angriffs geworden, indem sie Javascript-Links als Statusmeldung weiterverbreitet hatten, hinter denen sich pornografische und gewaltverherrlichende Bilder versteckten. Persönliche Nutzerdaten seien jedoch zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, so Facebook. Wer hinter der Attacke steht, ist jedoch noch unklar.

Als Sicherheitsmaßnahmen empfahl das Netzwerk seinen Mitgliedern, grundsätzlich keinen unbekannten Code in die Adresszeile zu kopieren, mit der aktuellsten Version des gewählten Browsers im Web zu surfen und über die entsprechenden Links auf Facebook verdächtige Inhalte an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten.

Aufsehen erregende Fälle wie dieser sind vermutlich Wasser auf die Mühlen von Datenschützern. In Deutschland bereitet derzeit der Hamburgische Datenschutzbeauftragte rechtliche Schritte gegen Facebook vor. Dabei geht es allerdings nicht um die potentielle Spam-Gefahr, sondern um die Erfassung von biometrischen Daten durch das Netzwerk.

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