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Werbeplatzbörse für Twitter?

Werbeplatzbörse für Twitter? Facebook als Vorbild

Facebook hat es vorgemacht: Kurz nach seinem Börsengang startete das Netzwerk im vergangenen Jahr eine Echtzeit-Werbeplatz-Börse. Auch Twitter will seinen Anteil an diesem lukrativen Geschäft haben und Marken das Retargeting auf seinem Netzwerk erlauben.

Bereits seit Ende vergangenen Jahres soll Twitter mit Marken und Unternehmen betreffs eines Retargeting-Angebots in Verhandlungen stehen. Ähnlich wie bei Facebook geht es dabei darum, solche Netzwerkbesucher zu identifizieren, die zuvor eine Markenseite im Internet besucht haben - und diesen spezielle Werbung einzuspielen, die auf die vorherige Markenauseinandersetzung Bezug nehmen kann. Die Marken erwerben zu diesen Zweck per Echtzeitauktion spezielle Werbeplätze.

Schwierig könnte für Twitter werden, dass ein Großteil seiner Nutzer mobil auf das Netzwerk zugreift - und Smartphones tendenziell ohne die Cookies auskommen, über die Twitter die Anzeigenausspielung für seine stationären User organisiert. Doch die Vorbereitungen für ein entsprechendes Retargeting-Angebot sind bereits angelaufen, berichtet Adage. Eine Werbeplatzbörse würde zudem davon profitieren, dass Onlinemarketer zunehmend ihre Werbeplätze über automatisierte Auktionen erwerben.

Das Vorbild für Twitter ist Facebook Exchange. Das soziale Netzwerk führte die Werbeplatzbörse im Juni 2012 ein und startete die ersten Kampagnen im August 2012. Einer aktuellen Studie zu Folge soll der Marktanteil von Facebook Exchange seitdem stetig gewachsen sein.

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