INTERNET WORLD Business Logo Abo
Weltweite Online-Werbeeinnahmen

Weltweite Online-Werbeeinnahmen Facebook holt im Mobile-Bereich auf

Google ist und bleibt unangefochtener Spitzenreiter, wenn es um die weltweiten Einnahmen von Online-Werbung geht: 33 Prozent gehen einer Schätzung zufolge auf das Konto des Suchmaschinen-Anbieters. Erst mit deutlichem Abstand folgen Facebook und Yahoo. Facebook holt allerdings im Bereich der mobilen Online-Werbung deutlich auf.

Jeder dritte Dollar der weltweiten Online-Werbeerlöse geht an Google. Damit ist der Internet-Riese unangefochtener Spitzenreiter. Mit großem Abstand folgen Facebook (5,4 Prozent) und Yahoo (3,0 Prozent). Das geht aus einer Schätzung des Marktforschungsunternehmens eMarketer hervor. Demnach wird Google in diesem Jahr 38,6 Milliarden US-Dollar mit Online-Werbung einnehmen, die Einnahmen von Facebook schätzen die Analysten auf 6,3 Milliarden US-Dollar und die von Yahoo auf 3,5 Milliarden US-Dollar.

Auf den Plätzen vier bis zehn befinden sich Microsoft (2,9 Milliarden US-Dollar), IAC InterActiveCorp (1,6 Milliarden US-Dollar), AOL (1,1 Milliarden US-Dollar), Amazon (0,8 Milliarden US-Dollar), Pandora (0,6 Milliarden US-Dollar), Twitter (0,6 Milliarden US-Dollar) und LinkedIn (0,4 Milliarden US-Dollar).

Im Bereich der der mobilen Online-Werbung holt Facebook allerdings den Schätzungen zufolge deutlich auf: Lag der weltweite Anteil im Jahr 2012 noch bei 5,3 Prozent, sind es 2013 bereits 15,8 Prozent. Der Anteil von Google hat sich im Vergleich zum Vorjahr (52,3 Prozent) hingegen kaum geändert: 2013 liegt er bei 53,1 Prozent. Die Bemühungen von Facebook, das Geschäft mit mobilen Anzeigen auszubauen und damit seine Zukunft zu sichern, machen sich auch an der Börse bemerkbar: Der Marktwert des Unternehmens wurde mit mehr als 100 Milliarden US-Dollar beziffert. Im zweiten Quartal 2013 machte Facebook mehr Umsatz als vorausgesagt. Vier von zehn Werbe-Dollar verdient das soziale Netzwerk bereits mobil.

Google konnte im zweiten Quartal 2013 seinen Umsatz um 19 Prozent auf 14,1 Milliarden US-Dollar steigern - und den Gewinn um 16 Prozent auf 3,2 Milliarden US-Dollar. Sorgen bereiten dem Konzern allerdings die sinkenden Klickpreise und der Verlust bei der Mobile-Tochter Motorola. Bei Yahoo! lassen die Zahlen zu wünschen übrig: Im zweiten Quartal 2013 erwirtschaftete der Internetkonzern sieben Prozent weniger Umsatz. Besonders dramatisch sind die Einbußen im Geschäft mit der Display-Werbung.

Das könnte Sie auch interessieren