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Facebook-Lobbyarbeit ist teuer

Ausgaben für Lobbyarbeit Facebook bricht eigene Rekorde

Das Umwerben von politischen Entscheidungsträgern lässt sich Facebook einiges kosten: Im zweiten Quartal 2012 steigerte das soziale Netzwerk seine Ausgaben für Lobbyisten auf 960.000 US-Dollar.

Teure Lobbyarbeit: Um den Einfluss auf Politiker und die öffentliche Meinung auszudehnen, geben Unternehmen immer mehr Geld für die Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft aus. Das größte soziale Netzwerk stellt da keine Ausnahme dar: Seit 2009 betreibt Facebook Lobbyarbeit und die Ausgaben dafür steigen stetig:

Im zweiten Quartal 2012 - direkt während des Börsengangs - investierte Facebook rund 960.000 US-Dollar in "Public Affairs". Im Vergleich zum Vorjahresquartal, mit Kosten von etwa 320.000 US-Dollar, ist das eine Steigerung von stolzen 200 Prozent.

Auch die Ausgaben für das vergangene Jahr können sich sehen lassen: Wie All Facebook berichtet, kostete die Lobbyarbeit das soziale Netzwerk 2011 insgesamt rund 1,35 Millionen Dollar, ein neuer Rekordwert. Allein im Schlussquartal 2011 gab die Plattform 440.000 Dollar aus – das geht aus dem offiziellen "Lobbying Report" hervor. Gemessen am Vorquartal ist das eine Steigerung von 22 Prozent. 2010 hatte das Budget von Facebooks-Lobbyarbeit zum ersten Mal die Marke von einer Million Dollar übertroffen.

Dass Facebook viel Geld für die Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit ausgibt, ist nicht wirklich überraschend: Die Themenliste, bei denen das Netzwerk Hilfe aus Washington benötigt, ist lang. Darunter fallen Aspekte wie die internationale Regulierung von Softwarefirmen, die Einschränkung des Internetzugangs durch ausländische Regierungen oder die staatlichen Richtlinien für Maßnahmen der Privatwirtschaft zur Online-Sicherheit und Datenspeicherung. 

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