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Goldman Sachs schließt US-Anleger aus

Goldman Sachs schließt US-Anleger aus Facebook-Anteile nur für ausländische Investoren

Die US-Investmentbank Goldman Sachs bietet Facebook-Anteile nur ausländischen Investoren an. Aufgrund des starken Medienrummels um den bevorstehenden Börsengang will das Unternehmen mit dieser Regelung einen möglichen Verstoß gegen die Börsenregeln in den USA umgehen.

In einer Erklärung sagte Goldman Sachs am Montag an, man habe das Investitionsangebot überarbeiten müssen, da das starke Medieninteresse möglicherweise die Aktienplatzierung von Facebook unter US-Börsenregeln gefährde. Die US-Börsenaufsicht SEC schreibt vor, dass Privatplatzierungen weder beworben, noch Gegenstand von öffentlichen Zusammenkünften sein dürfen.

Seit Bekanntmachung der Investitionsmöglichkeit im Januar 2011 sind allein von ausländischen Interessenten Anfragen nach Facebook-Aktien in Höhe von mehr als sieben Milliarden US-Dollar eingetroffen. Das berichtet das Wall Street Journal. Für Goldman Sachs ist die Entscheidung, nur ausländische Investoren ins Boot zu holen, allerdings riskant. US-amerikanische Kunden der Investmentbank könnten auf Grund des Ausschlusses verärgert werden und abspringen.

Goldman Sachs bietet die Investition in Facebook indrekt über einen Fonds an. 1,5 Milliarden US-Dollar sollen auf diese Weise für das Netzwerk zusammenkommen. Auf diese Weise kann die Bank als alleiniger Investor auftreten und die Zahl der Anteilseigner am Netzwerk bleibt so gering, dass die Finanzen nicht öffentlich gemacht werden müssen.

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