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Facebook startet Lokalisierungsdienst

Facebook startet Lokalisierungsdienst Einchecken unter Freunden

In der vergangenen Nacht hat Facebook seinen Locationdienst Places gelauncht. Damit können User im sozialen Netzwerk ihren aktuellen Aufenthaltspunkt anzeigen. Auch für Unternehmen ist die Lokalisierungsfunktion interessant.

Über die iPhone-App können die Mitglieder an bestimmten Orten "einchecken" und diese damit für ihre Facebook-Kontakte sichtbar als ihren aktuellen Aufenthaltsort angeben. Die von ihnen eingestellten Privatsphäre-Optionen bleiben erhalten.

Auch Fotos können über den Locationservice mit geografischen Angaben versehen und so in einen lokalen Kontext gestellt werden. Eine Vorschlagsfunktion empfiehlt dem Nutzer weitere interessante Orte, die sich in seiner Nähe befinden. Nutzer von ähnlichen Diensten wie Foursquare und Gowalla können über sich eine Schnittstelle auch bei Facebook-Orten anmelden.

Die ortsbezogenen Daten sind gerade auch für Unternehmen und Werbetreibende spannend. Diese können nicht nur als Aufenthaltsorte in den Statusmeldungen der User erscheinen, sondern auch gezielt Nutzer ansprechen, die sich bei ihnen aufhalten. Branchenblog Techcrunch zufolge fordert Facebook Firmen gezielt auf, sich bei Places anzumelden und damit ein geografisches Firmenverzeichnis anzulegen.

Bei der Produktvorstellung am Firmensitz in Palo Alto erklärte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, man habe sich acht Monate lang auf die Entwicklung des Locationservices konzentriert. Über den Dienst war bereits seit einer Weile spekuliert worden: Die Verschlankung des Facebook-Tab-Layouts zum 23. August 2010 hielten Businessinsider für einen Hinweis auf verstärkte mobile Aktivitäten des Unternehmens. Zudem hatte sich Facebook im Sommer 2010 das Geolocation-Start-up Hot Potato zugelegt.

Zunächst ist Places nur in den USA freigeschaltet, soll aber nach Angaben im Facebook-Blog schon bald auf weiteren Märkten und mobilen Plattformen eingeführt werden. Die internetworld.de-Leser meldeten in einer kürzlich durchgeführten Umfrage jedoch Zweifel am Erfolg von Geolocation-Diensten an.

Wann der Dienst auch in Deutschland verfügbar sein wird, steht noch nicht fest.

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