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Rubicon Project übernimmt Fox Audience Network

Rubicon Project übernimmt Fox Audience Network Werbeplattform wächst schneller als geplant

Der US-Anbieter von Werbetechnologie Rubicon Project vervollständigt mit der Übernahme von Fox Audience Network seine Technologieplattform und vergrößert damit auch seinen Marktanteil. Fox Audience Network gehörte bisher zu Murdochs News Corp., die künftig nur noch eine Minderheitsbeteiligung halten.

Von der Übernahme der Technologie von Fox Audience Network erwartet das 2007 gegründete Unternehmen Rubicon Project vor allem einen kräftigen Anstieg der Umsätze. Insbesondere die Self-Service-Plattform ist für den Technologieanbieter von großem Interesse. Wie viel das Unternehmen für den Kauf bezahlt hat, ist unbekannt. Im Zuge der Übernahme sollen jedoch mehr als 100 Beschäftigte von Fox Audience Network bei Rubicon Project eine neue Heimat finden. Nicht übernommen wird das Ad-Sales-Team, da die Technologie Werbetreibenden nicht direkt angeboten wird. Der bisherige Chief Technology Officer von Fox Audience Network John Carnahan wechselt in gleicher Position zu  Rubicon Project. Er wird dort für die Produktentwicklung verantwortlich sein.

Zugleich konnte der Technologieanbieter eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 18 Millionen US-Dollar abschließen. Die Geldgeber diesmal waren News Corp., Clearstone Venture Partners, IDG Ventures Asia, Mayfield Fund, NBC Universal's Peacock Equity Fund und Jarl Mohn. Insgesamt hat the Rubicon Project bereits 60 Millionen US-Dollar an Investitionen gewinnen können. Seit Oktober 2010 arbeitet das Unternehmen profitabel. Bis zum Jahresende will der Technologieanbieter mehr als 100 Millionen US-Dollar Umsatz generieren.

Erst im August 2010 wurden Pläne bekannt, das Fox Audience Network in Myspace zu integrieren. Dies wäre jedoch nur eine Notlösung gewesen. Seit zwei Jahren versucht der News-Corp.-CEO Jon Miller bereits den Technologieanbieter abzustoßen. Offenbar legte erst Rubicon Project einen akzeptable Kaufpreis auf den Tisch. Denn damals ließ sich Miller noch so zitieren: "Nach Abwägen der externen Optionen haben wir letztlich entschieden, dass der beste Weg für FAN, und für News Corp., die Eingliederung der Spitzentechnologie zur Unterstützung unserer existierenden Seiten ist."

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