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Forrester-Analyst über Google TV:

Forrester-Analyst über Google TV "Das nächste große Ding"

Google TV wird im kommenden Jahr Millionen Haushalte erobern. Davon ist Forrester-Analyst James McQuivey überzeugt. Die Gründe: massenhaft Onlinevideos, viele Breitbandzugänge und Sony.

Google ist nicht das erste Unternehmen, das versucht, Fernsehen und Internet zu verschmelzen - bislang sind alle gescheitert. "Google-TV ist anders", schreibt McQuivey in einem Blogeintrag, "es ist ehrgeiziger und daher erfolgsversprechend." Wichtige Faktoren seien der hohe Anteil an Breitband-Internetzugängen in den USA sowie die ernorme Menge an Videoinhalte bei Google, Hulu und Netflix. Entscheidend sei jedoch, dass sich Sony dem Projekt verschrieben habe.

"Konkurrierende TV-Hersteller werden bis Jahresende Verträge unterschrieben", prophezeit der Analyst, Kabelsender aufrüsten und auch Apple werde reagieren. "Google TV wird ein dauerhaftes Bedienelement auf dem Fernsegerät sein, das Zugang zu Suchfunktionen bietet, wann immer man fernsieht."

Auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O hatte der Internetkonzern sein lang erwartetes Projekt Google TV offiziell vorgestellt.Für das Projekt, dass bereits seit März in den USA getestet wird, konnte Google neben Intel, Adobe und Logitech auch den Elektronikkonzern Sony gewinnen. Zusammen entwickeln die vier Partner Set-Top-Boxen auf denen eine Google-Software laufen wird, die konventionelle TV-Programme und Webdienste auf Fernsehgeräte bringt. Eine gemeinsame Suchfunktion für TV- und Internetinhalte hat Google bereits mit dem TV-Provider Dish Network erprobt.

Als Betriebssystem komme Android zum Einsatz; die Webinhalte werden im Chrome-Browser dargestellt. Mit dieser Kombination sollen sich auch Apps aus dem Android-Market installieren lassen. Anders als bei Apple ist durch die Zusammenarbeit mit Adobe auch das Abrufen von Flash-Elementen möglich.

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