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Deal zwischen Google und FTC

Deal zwischen Google und FTC Kartellverdacht ad acta?

Googles Größe bringt den Internetgiganten immer wieder in Kartellverdacht. Eine mehrjährige Untersuchung durch die US-amerikanische Aufsichtsbehörde FTC soll jetzt vor dem Abschluss stehen und Google endgültig in Sachen Websuche von Kartellvorwürfen freisprechen.

Nach langjährigen Untersuchungen könnte es schon bald zu einer Einigung zwischen der US-amerikanischen Federal Trade Commission und Google kommen, die das Unternehmen von dem Verdacht des Kartells in Sachen Websuche entlasten würde. Entsprechende Ermittlungen stehen kurz vor dem Abschluss, berichtet das Wall Street Journal.

Sollte Google freiwillig gewisse Auflagen erfüllen, müsste das Unternehmen keine offizielle Verfügung unterzeichnen, in der sich Google und die FTC auf konkrete Bedingungen verständigen würden. Das Unternehmen kooperiere nach wie vor mit der FTC und sei willens, alle Fragen der Behörde zu beantworten, sagte eine Google-Sprecherin.

Auf welche freiwilligen Änderungen sich Google einlassen müsste, ist bisher nicht bekannt. Die Umsetzung solle jedoch noch diese Woche erfolgen. Branchenbeobachter erwarten, dass Google jedoch auf einige Punkte festgenagelt werden soll: So sollte es Werbekunden erleichtert werden, Werbeplätze auf der Google-Suchseite zu mieten und gleichzeitig ihre Werbekampagnen auch auf konkurrierenden Suchmaschinen zu platzieren.

Die FTC nimmt unter anderem daran Anstoß, dass Google in seinen Suchergebnissen eigene Links beispielsweise zu seinem Netzwerk Google+ oder zu Google Local bevorzugt. Nach Angaben von comscore laufen über Google mittlerweile mehr als 60 Prozent der Websuchen in den USA; in einigen Märkten Europas sind es bereits 80 Prozent. Damit ist die Google-Suchmaschine ein einflussreicher Werbeplatz für Unternehmen, Advertiser und Medien.

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