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Twitterseite auf dem Smartphone-Display

Publisher-Inhalte Google und Twitter starten Instant Articles-Programm

shutterstock.com/Bloomua
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Google und Twitter arbeiten gemeinsam an einem Programm, mit dessen Hilfe Publisher ihre "Instant Articles" präsentieren können. Diese werden den Usern dann auf mobilen Endgeräten angezeigt.

Google und Twitter arbeiten an einem eigenen "Instant Articles-Team", berichtet recode. Zu Beginn sollen eine ausgewählte Anzahl von Publishern daran teilnehmen. Voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres haben diese damit die Möglichkeit, ihre Inhalte schneller über mobile Endgeräte zu verbreiten. Das Programm von Google und Twitter ist eine Antwort auf die Instant Articles bei Facebook, Snapchat und Apple.

Allen Twitter- beziehungsweise Google-Nutzern, die auf einen Link via Smartphone klicken, soll sich dann ein Pop-Up-Fenster mit einem Artikel öffnen. Dies soll in wenigen Millisekunden geschehen, und nicht mehrere Sekunden dauern, wie es eigentlich der Fall ist, bis sich der Link öffnet.

Die Besonderheit bei Google und Twitter ist, dass diese ihre Publishing-Tools wie ein Open-Source-Project gestalten. Sie hoffen, zahlreiche Tech-Firmen dazu zu bringen, dieses Modell zu übernehmen.

Ein weiterer Unterschied zwischen Google und Twitter und anderen Mobile-Publishing-Projekten ist, dass die beiden Partner keinen Publisher Content bereitstellen, sondern lediglich Kopien der Artikel nutzen, die in einem Cache liegen. Die Publisher sollen die volle Kontrolle darüber behalten.

Das Programm könnte für Publisher sowie für Tech-Firmen von Bedeutung sein, um ihre Inhalte und Produkte zu zeigen. Erste offizielle Medienpartner sind die New York Times und der Guardian.

Die Zugänglichmachung zu Content weitet jetzt auch das Start-up für Paid-Content Blendle aus. Ab sofort ist Blendle auch für User in Deutschland verfügbar und bringt mehr als 100 Titel mit. Deutsche Nutzer können sich von nun an registrieren und zahlreiche Artikel von deutschen Zeitungen und Magazinen auch ohne ein Abonnement abzuschließen online lesen.

Auch in Sachen selbstfahrende Autos gibt es News von Google: Wenige Tage vor der Automesse IAA macht der Internetkonzern John Krafcik zum Chef der Entwicklung selbstfahrender Autos. Zuvor war Krafcik Manager bei Ford und US-Chef von Hyundai, berichtet der Spiegel.

Probleme könnte es indes für Google, Apple und Co in der EU geben. Dort drohen mehr Kosten, wenn sich die Finanzminister im Oktober auf dem G20-Gipfel treffen und ein 15-Punkte-Plan beschlossen werden sollte, berichtet die Faz. Nach jahrelangen Verhandlungen seien sie kurz vor dem Durchbruch, mit einem international verbindlichen Maßnahmenkatalog die Steuervermeidungsstrategien der Konzerne wirksam zu unterbinden.

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