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Vor und in der Corona-Krise Google: So haben sich die Ad Spends und Klickpreise entwickelt

shutterstock.com/WDnet Creation
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Die Corona-Krise hat auch für Riesen wie Facebook und Google Auswirkungen; erwartet werden Verluste in Milliarden-Höhe. Spannend in diesem Zusammenhang ist ein Blick auf die Entwicklung der Werbeausgaben und der Klickpreise.

Die Corona-Krise macht auch vor der Werbebranche nicht Halt. Schon jetzt machen Meldungen von Firmen, die ihre Spendings drastisch reduzieren oder komplett einstellen, die Runde. Ein Viertel der US-Marketer etwa pausiert mit Werbeausgaben, so eine aktuelle IAB-Erhebung. Selbst für Facebook und Google wird es Folgen geben: Der Investmentbank Cowen zufolge ist zu erwarten, dass die beiden Riesen zusammen Verluste in Höhe von 44 Milliarden US-Dollar durch die Corona-Krise machen und in diesem Jahr Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

Spannend in diesem Zusammenhang ist eine Auswertung von SEMrush. Der Anbieter von Online-Marketing-Analysen hat für uns exklusiv einen Blick auf die Entwicklung der Werbeausgaben und der Klickpreise geworfen.

Verglichen wurden dabei der durchschnittliche Ad Spend für Search Ads für ausgewählte Branchen in Deutschland für den November 2019 und März 2020. Außerdem erfasste die Online-Visibility-Management-Plattform die teuersten Keywords (durchschnittlicher CPC pro Monat) für bestimmte Branchen im Commerce für Dezember 2019 und März 2020.

Entwicklung der Werbespendings

Diese Tabelle zeigt das Werbe-Wachstum für ausgewählte Branchen in Deutschland - zum einen im Vergleich November 2019 zu März 2020 und zum anderen im Vergleich Februar 2020 zu März 2020.

AdSpend

SEMrush

Lesebeispiel: Die Werbeausgaben im Fitnessbereich sind von Februar auf März um 166,67 Prozent angestiegen, die für Bücher im Monatsvergleich um 70,91 Prozent. Die Ad Spends in der Beauty-Branche sind von Februar auf März um 30,42 Prozent gesunken.

Werbeausgaben in den einzelnen Monaten

Diese Tabelle zeigt die durchschnittlichen Werbeausgaben für Search Ads in den jeweiligen Monaten in Euro.

AdSpend-Summe

SEMrush

Beispielsweise wurden im März 2020 in der FMCG-Branche (Fast Moving Consumer Goods; Konsumgüter) durchschnittlich 72.000 Euro ausgegeben.

Entwicklung der Klickpreise

Für Deutschland hat SEMrush zudem diverse Branchen auf die Entwicklung der Klickpreise (CPC) hin untersucht.

Ein Lesebeispiel für die Automobilbranche: Hier lag der durchschnittliche CPC im Dezember bei 1,49 Euro. Das teuerste Keyword "Wohnmobile Ankauf" kam indes auf einen CPC von 20,95 Euro. Im März lag der durchschnittliche CPC in der Branche Automobile bei 2,01 Euro. Das teuerste Keyword war "günstige PKW" mit 111,74 Euro.

Die letzte Spalte der Tabelle gibt die Veränderung des durchschnittlichen CPCs von Dezember auf März an. Im Bereich Automobile ist dieser um 34,36 Prozent angestiegen.

Branchen: Auto, Beauty, Kryptowährungen

CPC-Chart1

SEMrush

Branchen: Elektronik, Mode, Fitness, Home & Garten

CPC-Chart2

SEMrush

Branchen: Versicherung, Internet, Schmuck, Recht

CPC-Chart3

SEMrush

Branchen: Werbung, Online Banking

Chart-CPC3

SEMrush


Branchen: Bildung, Pharmazie, Immobilien, Reisen

CPC-Chart4

SEMrush


Zur Methodik

SEMrush hat für den November 2019 und März 2020 den durchschnittlichen Ad Spend für Search Ads für bestimmte Branchen in Deutschland als Breakdown analysiert. Außerdem erfasste die Online-Visibility-Management-Plattform die teuersten Keywords (durchschnittlicher CPC pro Monat) für bestimmte Branchen im Commerce für Dezember 2019 und März 2020.

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