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Richtlinien geändert Google+ schafft Klarnamenzwang ab

Shutterstock.com/AHMAD FAIZAL YAHYA
Shutterstock.com/AHMAD FAIZAL YAHYA

Drei Jahre hat es gedauert, jetzt hat Google nachgegeben: Auf dem Netzwerk Google+ gibt es jetzt keinen Klarnamenzwang mehr.

Nutzer von Google+ müssen sich bei dem sozialen Netzwerk nicht mehr unter ihrem echten Namen anmelden. In einem Beitrag auf Google+ entschuldigte sich das Unternehmen gestern für die Unannehmlichkeiten: "Wir wissen, dass unsere Namensregelung bisher unklar gewesen ist, und dieses hat zu unnötigen Schwierigkeiten einiger unserer Nutzer geführt." Für Empörung hatte der Klarnamenzwang vor allem im Zusammenhang mit der Bedingung geführt, dass ein Google+-Konto nötig ist, um auf dem Videoportal Youtube zu kommentieren.

Gründe, im Internet nicht unter dem eigenen Namen aufzutreten, gibt es viele. Doch allgemeine Sicherheitsbedenken und persönliche Gründe ließ Google bisher nicht gelten. Wichtiger erschien es dem Unternehmen, dass der Zwang zum Schreiben unter dem eigenen Namen eine soziale Kontrolle ermöglichen sollte, dank derer die Nutzer sich in ihren Beiträgen mäßigen würden. Doch schon vor zwei Jahren war das Netzwerk von der harten Linie abgerückt und hatte immerhin die Nutzung von bestimmten Spitznamen sowie Geburtsnamen erlaubt.

Ob die Änderungen bei Google+ jetzt Präzedenzcharakter für Facebook haben? Bei dem sozialen Netzwerk besteht nach wie vor der Klarnamenzwang, gegen den auch die deutschen Datenschützer mit ihrer Klage nichts ausrichten konnten. Selbst eine Bußgeldandrohung im Jahr 2012 hatte das Netzwerk nicht zum Abrücken von seiner Regel überzeugen können.

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