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Umsatzbeteiligung Google will Publishern neue Abonnenten verschaffen

shutterstock.com/JuliusKielaitis
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Google will Publishern mit einem Abo-basiertem Geschäftsmodell entgegen kommen. Mit Hilfe der hauseigenen Algorithmen und Nutzerdaten sollen neue Zielgruppen für Abos erschlossen werden. Und das nur für einen geringen Obolus und viel Umsatzbeteiligung.

Kaum hat Facebook angekündigt, seine Instant Article-Regelungen für Publisher attraktiver zu machen, zieht auch Google nach. Nach Informationen der Financial Times will der Suchmaschinengigant Nachrichten-Publisher am Umsatz beteiligen. Im Visier: Die Akquise neuer und Erhaltung bereits bestehender Abonnenten.

So soll mit Hilfe von maschinellem Lernen auf der Basis von Googles Algorithmen die Masse an Nutzerdaten zum Targeting genutzt werden - eigentlich genauso wie bei Googles Anzeigensystem. Kommen auf diesem Weg neue Abonnenten hinzu, will Google wie in seinem Werbe-Business nicht nur für den Klick, sondern auch für den Abschluss eines Abos bezahlt werden.

Im Falle der Ads kostet das die Werbekunden bis zu 30 Prozent des Umsatzes. Dies, so Google, werde im Fall der Publisher wesentlich weniger sein.

Publisher bei Laune halten

Die neuen Entwicklungen kommen knapp drei Wochen nach Googles erstem Versuch, Publisher bei Laune zu halten: Anfang Oktober 2017 hatte der Search-Gigant das "First click free"-System abgeschafft, über das die Verlage gezwungen waren, mindestens drei Artikel pro Tag kostenlos anzeigen zu lassen. Stattdessen gibt es nunmehr ein flexibles Programm, bei dem die Publisher selber entscheiden, zu wie vielen kostenlosen Artikeln sie in welchem Umfang Zugang gewähren. 

Facebook hatte vor wenigen Tagen angekündigt, eine Bezahlschranke für Instant Articles einzuführen, die die Artikel von Publishern versilbern könnte.

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