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Recht auf Vergessenwerden Google löscht nicht einmal jede zweite URL

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In seinem aktuellen Transparenzbericht führt Google unter anderem auf, wie viele der eingereichten Löschungsersuche in Deutschland genehmigt wurden. Ergebnis: Nicht einmal die Hälfte.

Google vergisst nicht (viel): In seinem aktuellen Transparenzbericht gibt der Internet-Konzern Auskunft über die globale Nutzung seiner Dienste und die Zusammenarbeit mit Ländern, Unternehmen und Nutzern. Der Bericht behandelt auch die Praxis zur Löschung von Suchergebnissen, wie sie das europäische "Recht auf Vergessenwerden" fordert. Daraus geht hervor, dass der Konzern nicht einmal der Hälfte aller Anfragen in Deutschland zugestimmt hat.

Google löscht seit Sommer 2014 Suchergebnisse zu personenbezogenen Daten auf Anfrage. Allein in Deutschland sind laut Bericht bislang 43.581 Ersuche zu 165.730 URLs eingegangen. Indessen hat der Internetkonzern 70.183 URLs aus seinen Suchergebnissen gelöscht, was 48,8 Prozent entspricht.

Das mag auf den ersten Blick gering erscheinen, im europäischen Vergleich ist Deutschland mit diesem Wert jedoch Spitzenreiter. In Italien hat Google beispielsweise nur 27,6 Prozent der Suchergebnisse zu den angefragten 66.563 URLs gelöscht. Insgesamt sind bei Google bislang 256.592 Ersuche zu 930.618 URLs eingegangen, von denen 325.362 URLs aus den Ergebnissen entfernt wurden - dies entspricht 41,3 Prozent.

Die meisten Anfragen betreffen unliebsame Suchergebnisse zu sozialen Netzwerken. Allein zu Facebook hat Google 6.905 URLs aus seiner Suche entfernt. Zum hauseigenen Netzwerk Google Plus sind es immerhin 2.895 URLs, zu Twitter 2.634 URLs.

Neben den Löschungsersuchen behandelt der Transparenzbericht des Konzerns etwa auch Statistiken zur Malware- und Phishing-Bedrohung sowie zum globalen Traffic aller Google Produkte. Der gesamte Transparenzbericht findet sich auf der Hersteller-Webseite und ist gratis zugänglich.

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